Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Sechs Menschen verloren bei einer Schießerei in einem Jugendhilfezentrum in der Stadt Stade in Norddeutschland ihr Leben, bei einem der schwersten Angriffe des Landes in diesem Jahr. Die Opfer waren nicht die Betreuten, sondern die Mitarbeiter der Einrichtung - Menschen, deren Aufgabe es war, sich um andere zu kümmern.
Nach Angaben der deutschen Polizei ereignete sich der Angriff am 29. Juni in einer Einrichtung der Jugendhilfe. Der Verdächtige ist ein 45-jähriger Mann, ein in Deutschland geborener türkischer Staatsbürger, der zu einem vereinbarten Termin über das Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter ins Zentrum gekommen war. Das Motiv war laut Ermittlern ein Sorgerechtsstreit - seine Frau und das Kind lebten in der Einrichtung und waren anwesend, kamen aber nicht zu Schaden.
Nach der Schießerei versuchte der Verdächtige in einem Auto zu fliehen, das von einer 55-jährigen Frau gesteuert wurde, die seiner Familie nahestehen soll. Er wurde nach kurzer Verfolgung festgenommen. Eine zweite Person wurde ebenfalls festgesetzt. Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob es zuvor Drohungen oder Anzeigen gegeben hatte - eine Frage, die in solchen Fällen immer zu spät kommt, wenn es bereits zu spät ist.
Deutschland hat, wie der größte Teil Europas, strenge Waffengesetze - und gerade deshalb lässt jede solche Tragödie dieselbe Frage unbeantwortet. Wie kam ein Mann in einem Sorgerechtsstreit an eine Waffe und in ein Gebäude voller Menschen? Sechs Familien verloren ihre Angehörigen nicht im Krieg oder bei einem Unfall, sondern an einem Arbeitsplatz, an dem die Schwächsten betreut wurden. Hinter jeder solchen Zahl steht ein System, das irgendwo, irgendwann nicht sah, was kommt.
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