Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Venezuela versucht, seine Toten zu zählen, nachdem zwei verheerende Erdbeben das Land erschüttert haben, und die Zahlen sind erschütternd. Nach unvollständigen Regierungsangaben sind über 1.700 Menschen gestorben und mehr als 5.000 verletzt - und das ist erst die vorläufige Bilanz.
Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich am 24. Juni und trafen Caracas und den Bundesstaat La Guaira am härtesten. Der US-Geologiedienst schätzt, dass die wahre Opferzahl „sich wahrscheinlich in Zehntausenden bemisst" - eine Lücke, die alles darüber aussagt, wie schwer es einem Land in der Krise fällt, das eigene Leid überhaupt zu messen. Allein in Caracas wurden 432 Schulen beschädigt, acht Krankenhäuser mussten schließen.
Das Gesundheitssystem, schon vor der Katastrophe fragil, atmet jetzt kaum noch. Ein Arzt aus der Hauptstadt beschreibt, wie Intensivstationen, die früher bis zu zehn Patienten aufnahmen, jetzt nur noch vier versorgen können - aus Mangel an Personal und Ausrüstung. Wenn ein Erdbeben ein Land trifft, das seit Jahren in wirtschaftlicher und politischer Krise versinkt, sind die Folgen nicht nur Trümmer, sondern ein System, das nichts mehr hat, womit es antworten könnte.
Die Behörden setzten den Unterricht aus und verwandelten die erhaltenen Schulen in Notunterkünfte. Am Montag folgte ein schwächeres Beben der Stärke 4,9, das die Menschen erneut aus ihren Gebäuden trieb. Der Balkan weiß genau, was es heißt, wenn die Erde bebt - aber auch, was es heißt, wenn nach dem Beben der größte Schlag daher rührt, wie schwach das System schon vor der Naturgewalt war. Die Frage für Venezuela ist nicht nur, wie viel die Erde einriss, sondern wie viel der Staat überhaupt noch zu verlieren hatte.
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