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Der Regulator rechnet, Kraftstoff wird wieder teurer: Der Krisenzustand wird verlängert, weil Hormus um 90 Prozent einbrach

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Der Regulator rechnet, Kraftstoff wird wieder teurer: Der Krisenzustand wird verlängert, weil Hormus um 90 Prozent einbrach

Falls Ihnen die globale Ölgeschichte fern vorkam, hier ist die heimische Version: Die Energie-Regulierungskommission berechnet heute die Kraftstoffpreise neu - und allen Anzeichen nach werden Diesel und Benzin erneut teurer. Letzte Woche stieg Diesel bereits um 5,5 Denar pro Liter, Benzin um 1,5 Denar.

Derzeit liegen die höchsten Einzelhandelspreise bei 87 Denar je Liter EUROSUPER BS-95, 89 für BS-98, 88 für Diesel und 86 für extra-leichtes Heizöl für den Haushalt. Ob sich der Aufwärtstrend auch diese Woche fortsetzt, zeigt die Entscheidung der Kommission - die in ihrer Methodik Börsenpreise, Dollarkurs, Transportkosten, Margen und Verbrauchsteuern einbezieht.

Premier Mickoski gab vorab zu, dass es eine Erhöhung geben wird, die genaue Kalkulation aber Sache der Kommission ist. Die Ursachen nannte er beim Namen: der dramatische Anstieg des Öls an den Weltbörsen und der stärkere Dollar. Als Gegengewicht kündigte er an, die Regierung werde erneut eingreifen und die Verbrauchsteuern sowohl auf Diesel als auch auf bleifreie Kraftstoffe senken - ohne zu sagen, wann.

Und hier kommt die Zahl, die die ganze Sorge erklärt. Laut Schätzungen in der Regierungsbegründung ist der Öltransport durch die Straße von Hormus um satte 90 Prozent zurückgegangen - deshalb wird das Parlament am Mittwoch im Eilverfahren abstimmen, den Öl-Krisenzustand bis zum 20. Oktober zu verlängern. Der im März ausgerufene Krisenzustand bedeutet, dass wir bereits ein halbes Jahr unter einem Regime des „Versorgungsrisikos" leben.

Von der SDSM kommt die Reaktion, die Bürger erwarteten Maßnahmen, keine Appelle - und die neue Benzinverteuerung werde auf die bereits teureren Lebensmittel überschwappen. Die Debatte darüber, wer den Lebensstandard wie stark schützt, wird weitergehen. Der Fahrer weiß derweil nur eines: Die Rechnung an der Zapfsäule wird heute höchstwahrscheinlich ein paar Denar dicker sein als am letzten Montag. Und die Steuersenkung muss, wann immer sie kommt, diesen Anstieg erst einholen.