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Ausländer sind zahlreicher, doch einheimische Gäste machen zwei Drittel der Übernachtungen aus: fünf Nächte gegen zwei

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Ausländer sind zahlreicher, doch einheimische Gäste machen zwei Drittel der Übernachtungen aus: fünf Nächte gegen zwei

Im Juli hielten sich in Mazedonien 223.711 Touristen auf, die 795.083 Übernachtungen erzielten. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres mit 209.932 Touristen und 770.733 Übernachtungen liegt die Gästezahl um rund 6,6 Prozent höher, die Übernachtungen um 3,2 Prozent.

Das ist eine gute Nachricht, aber nicht die interessanteste Zahl der Julistatistik. Die interessanteste ist, wer die Saison tatsächlich trägt.

Nach den vom Statistikamt veröffentlichten Anteilen machen einheimische Touristen 43 Prozent aller Gäste aus, erzeugen aber 67,2 Prozent aller Übernachtungen. Auf Basis dieser Anteile berechnet sind das rund 96.200 einheimische und etwa 127.500 ausländische Gäste, wobei die Einheimischen rund 534.300 Übernachtungen erzielten, gegenüber etwa 260.800 bei den Ausländern.

Fünf Nächte gegen zwei

Mit diesen Zahlen blieb ein einheimischer Tourist im Juli im Schnitt rund 5,6 Nächte. Der durchschnittliche Aufenthalt eines ausländischen Gastes betrug etwas mehr als zwei Nächte.

Das ist der Unterschied, der das gesamte Bild erklärt. Ausländer sind zahlreicher, ziehen aber an uns vorbei. Einheimische sind weniger, bleiben aber. Und genau sie füllen die Unterkünfte durch die Juliwochen.

Doch auch hier gibt es Bewegung. Im Juli des Vorjahres stellten Einheimische 42,1 Prozent der Touristen und 69,2 Prozent der Übernachtungen. Dieses Jahr stieg ihr Anteil an den Touristen auf 43 Prozent, der Anteil an den Übernachtungen fiel auf 67,2. Mit anderen Worten: mehr einheimische Touristen, aber kürzerer Aufenthalt - von rund sechs auf rund 5,6 Nächte.

Die Türkei führt noch, wächst aber nicht

Größter Auslandsmarkt bleibt die Türkei - 50.955 Touristen im Juli, etwa zwei von fünf ausländischen Gästen. Es folgen Serbien mit 13.074, Deutschland mit 5.393 und Rumänien mit 5.090.

Doch hinter dieser Spitzenposition verbirgt sich ein Rückgang. Im Juli 2025 kamen aus der Türkei 55.129 Touristen, die Zahl liegt dieses Jahr also um rund 7,6 Prozent niedriger. Serbien sprang dagegen von 9.898 auf 13.074, also um rund 32 Prozent.

Das Wachstum im Auslandstourismus kommt dieses Jahr also nicht vom größten Markt, sondern neben ihm. Eine Zahl, die man vor der nächsten Werbekampagne berücksichtigen sollte.

Was die Zahlen nicht sagen

Es gibt etwas, das diese Daten nicht abdecken. Die Agentur für Tourismusförderung beschreibt den türkischen Markt als einen der bedeutendsten und merkt an, dass diese Gäste häufig organisiert reisen und Ohrid, Skopje, Bitola, Debar, Tetovo und Gostivar besuchen. Aus der Julimitteilung des Statistikamts lässt sich aber nicht feststellen, welcher Teil dieser 50.955 organisierte Gruppen waren, welcher Teil Transitbesucher und wie viele Übernachtungen sie genau erzielten.

Deshalb bedeutet die Feststellung, dass einheimische Gäste zwei Drittel der Übernachtungen erzeugen, nicht automatisch, dass sie zwei Drittel der Tourismuseinnahmen bringen. Für eine solche Bewertung bräuchte es Daten zu Durchschnittsausgaben, Unterkunftskategorie und Gastronomiekosten - und die sind nicht veröffentlicht.

Eines ist dennoch klar. Das erste Halbjahr lag im Minus: Touristen um 0,5 Prozent, Übernachtungen um 1,5 Prozent unter dem Vorjahr. Nach dem starken Juli drehte die Siebenmonatsbilanz - Touristen liegen mit 1,5 Prozent im Plus, Übernachtungen mit 0,5. Ein Monat genügte, um das Bild eines ganzen Halbjahres zu verändern.