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Mit E-Scootern gekommen, die Läden angezündet und wieder weg: Der Brand in Šuto Orizari dauerte drei Stunden, das Legen fünfzig Sekunden

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Mit E-Scootern gekommen, die Läden angezündet und wieder weg: Der Brand in Šuto Orizari dauerte drei Stunden, das Legen fünfzig Sekunden

Um zwei Uhr nachts, wenn das Viertel schläft, fahren zwei Männer auf E-Scootern vor den Einkaufskomplex in Šuto Orizari. Sie haben es nicht eilig. Sie übergießen die Schaufenster mit Brandbeschleuniger, zünden sie an und fahren denselben Weg zurück. Die ganze Aktion dauert weniger als eine Minute. Das Ergebnis: über 20 ausgebrannte Läden.

Das Video, veröffentlicht in den sozialen Netzwerken, dreht den gesamten Fall um. Was gestern ein „Brand in einem Einkaufszentrum“ war - eine Formulierung, bei der jeder an einen Kurzschluss, eine Zigarette, einen Unfall denken darf - ist heute etwas völlig anderes. Jemand kam, jemand zündete an, jemand verschwand. Das ist kein Unglück, das ist eine Tat.

Nach Angaben des Krisenmanagementzentrums löschten 15 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen von 3:31 bis 6:45 Uhr. Drei Stunden und vierzehn Minuten, um zu löschen, was in fünfzig Sekunden gelegt wurde. Alle abgebrannten Läden gehörten einem einzigen Eigentümer und waren vermietet - verbrannt ist also fremde Arbeit, fremde Ware, fremdes Mietgeld, das längst bezahlt war.

Wer zahlt, und wer haftet

Vom Innenministerium gibt es bislang keine offizielle Antwort zur Ursache. Es gibt eine Tatortaufnahme, es gibt „ergriffene Maßnahmen zur Aufklärung des Falls“ - eine Formulierung, die in diesem Land jeder auswendig kennt. Die offene Frage ist konkreter: Es gibt ein Kameravideo, es gibt eine Uhrzeit, es gibt ein Datum, es gibt zwei Männer auf Scootern. Wie lange braucht man, um einen solchen Kreis zu schließen?

Denn abstrakt ist hier nichts. In diesen Läden lagen Textilien und andere Ware. Hinter jedem steht ein Mensch, der morgens aufgeschlossen, die Ware sortiert und damit gerechnet hat, auch am nächsten Tag dort zu sein. Rund zwanzig Familien verloren in einer Nacht ihre Einnahmequelle - und das Wort „Motiv“ hat noch niemand laut ausgesprochen.

Das Video stellte ein lokales Medium in die sozialen Netzwerke, keine Behörde. Und genau darin liegt die Pointe: Der Beweis, der das Verständnis des Falls veränderte, kam von Facebook, nicht aus einer Mitteilung. Wenn die Kamera besser arbeitet als die amtliche Auskunft, ist das kein Vorzug der Technik - es ist ein Maß für das Tempo der Institution.