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Minestrone auf italienische Art: 50 Minuten, fünf Euro Zutaten und zwei Tricks, die nur Großmütter kennen

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Minestrone ist kein Rezept - es ist ein Prinzip. Die Italiener sind sich nur in einem einig: mehr Zutaten, mehr Saison. Im Norden kommt Reis hinein, im Süden Nudeln. In Venedig weiße Bohnen, in der Toskana Kichererbsen. Es gibt Familien, die Minestrone ohne Tomate machen, und Familien, in denen die Tomate die ganze Seele ist. Eines ist sicher - diese Suppe löst das Abendessen in 50 Minuten.

Die Liste ist nicht teuer. Sie brauchen: 1 Zucchini, 1 Zwiebel, 1 Kartoffel, 1 Stange Sellerie, 1 Karotte, 1 Tomate, 1 Knoblauchzehe, 1,5 Liter Wasser, 100 g kurze Nudeln, 75 g Erbsen (aus der Dose), 100 g gekochte weiße Bohnen, ein Stück Parmesan, Olivenöl, Salz. Alles, was eine durchschnittliche Balkan-Küche hat, außer die Bohnen wurden nicht am Vortag eingeweicht.

Das Kochen ist stille Arbeit. Zuerst Knoblauch und Zwiebel in Olivenöl andünsten - das ist das Sofrito, die Basis des Geschmacks. Egal, wie viele andere Zutaten Sie dazugeben, ist das Sofrito nicht richtig, bleibt die Suppe hohl. Italienische Köche sagen: "Das Sofrito ist das Herz." Nicht überspringen.

Dann kommen Wurzelgemüse - Karotte, Sellerie, Zucchini, Kartoffel - in Würfeln. Fünf Minuten bei niedriger Temperatur. Sie werden weich, geben Saft ab. Das ist der kritische Moment - nicht zu lang, nicht zu kurz. Wenn der Duft kommt, ist es das Signal. Wasser angießen, Salz dazu, zugedeckt etwa 10 Minuten kochen. Danach kommen Erbsen und Bohnen - noch 2 Minuten köcheln. Fertig.

Jetzt die beiden wesentlichen Tricks. Erstens: Nudeln separat kochen. Wenn man sie direkt in die Suppe gibt, saugen sie das Wasser auf - am nächsten Tag haben Sie Brei. In den Teller geben und die Suppe darübergießen. Zweitens: statt Wasser eine leichte Gemüse- oder Hühnerbrühe. Kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen und einer ausgezeichneten Minestrone.

Am Ende ein Teller mit geriebenem Parmesan und ein paar Tropfen Olivenöl. Optional ein Löffel Pesto. Und das war's - 50 Minuten Arbeit, fünf Euro Zutaten, und ein Ergebnis, das nicht von der Stimmung des Kochs abhängt. Minestrone bittet nicht um Gnade - sie funktioniert jedes Mal.