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Ein Skandal erschüttert die Ukraine: Soldaten entführten und töteten zwei zivile Brüder, Kommandant auf der Flucht

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Ein Skandal erschüttert die Ukraine: Soldaten entführten und töteten zwei zivile Brüder, Kommandant auf der Flucht

Krieg schafft nicht nur Helden - er schafft auch Monster in den eigenen Reihen. Die Ukraine wird von einem Skandal erschüttert, in dem Soldaten der Brigade „155" beschuldigt werden, zwei Brüder, Zivilisten aus der Region Kiew, entführt und getötet zu haben. Die Geschichte ist so düster, dass sie selbst im vierten Kriegsjahr noch schockiert.

Den Angaben zufolge wurden die Brüder in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni aus einem Familienhaus verschleppt, in die Region Poltawa gebracht und dort getötet. Die Gruppe führte Stanislaw Lutschanow an, der Brigadekommandant, der eigenmächtig seinen Posten verließ und auf der Flucht ist. Neun Soldaten wurden festgenommen und wegen widerrechtlicher Freiheitsberaubung und Mordes angeklagt.

Oberbefehlshaber Olexandr Syrskyj ordnete eine Untersuchung durch den militärischen Sicherheitsdienst und die Polizei an. Der Generalstab teilte mit, alle identifizierten Beteiligten seien angeklagt. Doch allein die Tatsache, dass so etwas geschah - dass Menschen in der Uniform ihres eigenen Staates eigene Zivilisten entführen und töten - offenbart etwas, das keine Untersuchung rückgängig machen kann.

Krieg legitimiert Waffen und Gewalt, und dann verlieren manche Menschen die Grenze zwischen Feind und Nachbar. Das ist keine Geschichte über die Front - es ist eine Geschichte darüber, was der Krieg mit den Menschen tief hinter ihr macht. Der Balkan erinnert sich an seine eigenen Kriege und weiß, dass die schrecklichsten Verbrechen oft nicht der Feind von außen begeht, sondern jemand in derselben Uniform, der aufgehört hat, den Menschen gegenüber zu sehen. Die Frage ist nicht nur, wer dafür geradesteht, sondern wie viele solcher Fälle unter dem Deckmantel des Krieges unangezeigt bleiben.