Neunzehn Jahre Tradition: Der Peterstag-Wandermarsch von Ponikva nach Ratkova Skala
12.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Krieg wird längst nicht mehr nur mit Waffen geführt - er wird auch mit Getreide geführt. Der Weizenpreis an den Weltbörsen sprang um über 4 Prozent, nachdem die Ukraine russische Schiffe im Asowschen Meer angegriffen hatte. Wenn zwei Völker darum kämpfen, wer die Versorgung des anderen abwürgt, zahlt die ganze Welt die Rechnung - auch jene, die mit der Front nichts zu tun haben.
Die Ukraine behauptet, 76 Schiffe zerstört zu haben, darunter Frachter, die Getreide transportierten, und den Verkehr im Asowschen Meer lahmgelegt zu haben. Russland schlug zurück und traf die Hafeninfrastruktur in Odessa, Tschornomorsk und Ismajil - genau die Häfen, über die die Ukraine ihr Getreide exportiert. Beide Seiten greifen genau das an, was die Welt braucht: die Logistik der Nahrung.
Das ist eine Blockade in beide Richtungen. Die ukrainischen Angriffe sollen die russische Lieferkette brechen; die russischen Angriffe zerstören den ukrainischen Export. Und das Ergebnis ist dasselbe - weniger Getreide auf dem Markt, höhere Preise und Nervosität bei jedem, der Lebensmittel importiert. Getreide ist zur Waffe geworden, und die globale Ernährungssicherheit zum Kollateralschaden.
Für den Balkan ist das keine abstrakte Börsenzahl. Wenn Weizen weltweit teurer wird, steigen auch Brot, Mehl und Futter - und unsere Märkte sind klein und importabhängig. Nicht wir entscheiden über den Krieg im Asowschen Meer, aber wir spüren ihn in jedem Laib Brot. Die Frage ist, wie lange die Welt zusieht, wie zwei Völker die Kornkammer der Welt in ein Schlachtfeld verwandeln, bevor jemand sagt, dass Nahrung keine Munition sein darf.
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