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Siebzehn Tote in fünf Monaten: Der Krieg zwischen den USA und Iran kassiert auch, wenn er schweigt

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Siebzehn Tote in fünf Monaten: Der Krieg zwischen den USA und Iran kassiert auch, wenn er schweigt

Während Washington und Teheran ihre Kräfte über Angriffe und brennende Tanker messen, wird irgendwo fern der Kameras eine andere Rechnung aufgemacht - jene in Menschenleben. Das US-Pentagon teilte mit, die Gesamtzahl der im fast fünfmonatigen Konflikt mit Iran getöteten amerikanischen Soldaten sei auf siebzehn gestiegen.

Die letzten beiden starben bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Darunter eine neunzehnjährige Soldatin aus Texas - ein Alter, in dem die meisten Menschen gerade erst die Schule abschließen. Die iranische Revolutionsgarde übernahm die Verantwortung für den Angriff. Vier weitere Soldaten wurden verwundet und ins Krankenhaus gebracht, später aber entlassen.

Siebzehn Tote in fünf Monaten eines Krieges, den niemand laut erklärt hat

Es sind die ersten amerikanischen Opfer durch iranische Angriffe seit März. Das Pentagon bestätigte außerdem den Tod eines Soldaten bei der kontrollierten Sprengung einer abgeschossenen iranischen Drohne sowie die geborgenen Überreste eines zuvor als im Gefecht vermisst gemeldeten Soldaten. Die förmliche Überführung der Überreste von vier Soldaten ist für Mittwoch angesetzt.

Die Chronik seit Jahresbeginn liest sich wie eine Reihe von Begräbnissen. Im März starben sechs Reservisten bei einem direkten iranischen Angriff auf ein Einsatzzentrum im Hafen Schuaiba in Kuwait. Wenige Tage später erlag ein Feldwebel in Saudi-Arabien seinen Verletzungen. Am 12. März kamen weitere sechs beim Absturz eines Tankflugzeugs KC-135 im Westen des Irak ums Leben - diesmal nicht durch feindliches Feuer, sondern durch ein Unglück. Der Krieg kassiert auch, wenn er nicht schießt.

Gesprächsbereit - während die Angriffe fallen

Und hier kommt der Teil, der das Bild absurd macht. Trotz der Eskalation äußerten US-Vertreter am Wochenende Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Außenminister Marco Rubio sagte, die USA „blieben offen” für Gespräche, und die iranische Seite zeigte Bereitschaft. Präsident Donald Trump kommentierte kurz: „Es ist sehr traurig. Es ist schrecklich, wenn so etwas passiert.”

Traurig, schrecklich - und dennoch gehen die Angriffe die zehnte Nacht in Folge weiter. Wenn beide Seiten „gesprächsbereit” sind, wer hält dann die Finger auf den Knöpfen? Der Balkan kennt diesen Satz gut: Jeder will Frieden, laut ausgesprochen, und am Boden will niemand der Erste sein, der die Hand senkt. Die Frage ist nicht, ob es einen Willen zum Reden gibt - sondern warum siebzehn Särge kommen mussten, bevor dieser Wille überhaupt erwähnt wurde.