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Skopje ohne Wasser: Trubarevo, Karpoš und Taftalidže heute abgeschaltet - 300-mm-Ventil defekt

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Heute waren erneut Teile Skopjes ohne Wasser. Trubarevo - ab 10:00 Uhr morgens wegen Anschlussarbeiten an einer Wasserleitung. Und Teile von Karpoš und Taftalidže - ab 9:00 Uhr wegen eines schweren Defekts an einem Hauptventil mit 300 mm Durchmesser in der „Ženevska"-Straße.

Konkrete Liste der Straßen ohne Wasser in Karpoš: „Ženevska", „Brisel" (Briselska), „Petar Draganov", „Njegoš" (Njegoševa), „Štokholmska", „Gavril Lesnovski" und der erste Abschnitt der „Partizanska". Dazu Teil der „Sofijska" und die Gebäude entlang des Boulevards „Partizanski odredi" - von der Brücke „Vereinte Nationen" bis zur Straße „Moskovska".

Das ist ein bedeutender Teil der Stadt. Kein „kleines, abgegrenztes Gebiet", wie es in offiziellen Mitteilungen oft heißt. Zehntausende Einwohner in Karpoš und Taftalidže, plus ganz Trubarevo - einen Arbeitstag ohne Wasser.

Der Wasserversorger sagt, die Teams seien vor Ort. Die Versorgung werde „sofort" nach der Reparatur wieder normalisiert. „Sofort" ist hier ein flexibler Begriff - vielleicht vier Stunden, vielleicht acht, vielleicht bis morgen. Der Bürger weiß das. Er akzeptiert, dass es wird, wie es wird.

Die Frage, die niemand laut stellt: Warum passiert das so oft? Skopjes Wassernetz ist jahrzehntealt. Viele Abschnitte laufen noch über Rohre aus den 1960ern und 1970ern. Diese Rohre haben eine bestimmte Lebensdauer - und die ist vor 15-20 Jahren abgelaufen. Jeder Bruch, jeder Defekt ist keine Überraschung. Es ist die logische Folge nicht erneuerter Infrastruktur.

Wie viele solcher Risiken liegen unter „Partizanski odredi" - einem Boulevard im Herzen Skopjes - auf einer Strecke von zehn Kilometern? Niemand spricht laut darüber. Es gibt strategische Dokumente im Versorger JP „Vodovod" - sie werden in den Medien nicht zitiert.

Bis dahin holen sich die Bürger aus Karpoš Wasserflaschen aus dem Supermarkt, füllen Eimer früh am Morgen, bevor der Defekt eintritt, oder passen sich einfach an. Wie immer. Das ist die stille Steuer eines veralteten Systems, das niemand offiziell sanieren will - weil die Investition gewaltig wäre und der politische Wille fehlt.

Bis morgen kommt die nächste Meldung über andere Straßen. Garantiert.