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Štip machte aus einer illegalen Müllhalde das dritte Parkhaus: 50 Plätze für 20 Millionen Denar, also 6.600 Euro pro Platz

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Štip machte aus einer illegalen Müllhalde das dritte Parkhaus: 50 Plätze für 20 Millionen Denar, also 6.600 Euro pro Platz

Štip hat ein drittes Parkhaus. Drei Ebenen, 50 Parkplätze, eine Investition von über 20 Millionen Denar - rund 330.000 Euro. Gebaut wurde es am Gebäude „Promaja”, auf einer Fläche, die laut Bürgermeister Ivan Jordanov zuvor verwahrlost war und als kleine Müllhalde diente.

Eine illegale Müllhalde wurde also durch einen Parkplatz ersetzt. Das ist ein klarer Gewinn, und man darf es ohne Ironie sagen - für 330.000 Euro bekommt man 50 Plätze und eine aufgeräumte Ecke der Stadt.

Die Rechnung pro Platz

Doch geteilt verlangen die Zahlen einen zweiten Blick. Über 20 Millionen Denar für 50 Plätze heißt rund 400.000 Denar pro Parkplatz, also etwa 6.600 Euro. Für eine dreistöckige Fertigkonstruktion ist das kein niedriger Preis - und nirgends in der Mitteilung findet sich ein Vergleich mit den beiden anderen Parkhäusern der Stadt oder eine Erklärung, was den Preis nach oben treibt.

Diese Information hat die Gemeinde. Sie ist kein Geheimnis, sie wird nur nicht veröffentlicht - und genau das ist der Unterschied zwischen Mitteilung und Rechenschaft.

Zahlen, die etwas wert sind

Was Štip hat und viel größere Städte nicht: ein klares Bild der eigenen Parkkapazität. Drei Parkhäuser mit über 300 Plätzen. Drei Plattformen entlang der Otinja mit 130 Fahrzeugen. Straßenparken mit über 1.000 Plätzen. Insgesamt über 1.400 Parkplätze in der Stadt.

Die Preise setzt der Kommunalbetrieb „Štipion”: 40 Denar pro Stunde auf den Plattformen, 30 Denar im Parkhaus und auf der Straße. Interessant: Das Parkhaus - die teurere Investition - ist für den Nutzer günstiger als die Plattform am Fluss. Das ist eine bewusste Entscheidung, den Verkehr in Parkhäuser statt an das Wasser zu drücken, und diese Logik stimmt.

Das nächste ist angekündigt, und hier lohnt Aufmerksamkeit

Bis Jahresende plant die Gemeinde ein weiteres Parkhaus mit 90 Plätzen, beim alten Gesundheitszentrum oder hinter dem Gemeindegebäude. Der Standort ist noch nicht entschieden - das Projekt steht also in der Ankündigungsphase, nicht im Bau.

Štip hat solche Bauten bisher fertiggestellt, es gibt also keinen Grund für Misstrauen von vornherein. Die Frage lautet anders: Kommen mit den 90 neuen Plätzen auch Daten dazu, wie viele der bestehenden 1.400 tagsüber wirklich belegt sind. Städten fehlt selten Parkraum an sich - er fehlt an der genauen Stelle. Ohne diese Messung ist jedes weitere Parkhaus eine Annahme mit drei Ebenen.