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Schwimmbad in Tetovo führt Zeiten nur für Frauen ein: vernünftige Anpassung oder Präzedenzfall?

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Schwimmbad in Tetovo führt Zeiten nur für Frauen ein: vernünftige Anpassung oder Präzedenzfall?

Das städtische Schwimmbad in Tetovo hat Zeiten eingeführt, die nur für Frauen und Mädchen bestimmt sind - zweimal pro Woche, mittwochs und samstags, von 8:30 bis 12:00 Uhr, wenn Männern das Baden untersagt ist. Die Entscheidung löste sofort eine Debatte aus, wie sie bei uns selten leise verläuft.

Der Erklärung zufolge kam der Schritt, nachdem ein Teil der Frauen und Mädchen geäußert hatte, sich im Bad nicht mit Männern mischen zu wollen. Befürworter sehen darin eine Frage von Komfort und Zugang - mehr Frauen, die sonst nicht kämen, können nun freier schwimmen. Kritiker wiederum lesen es als Schritt hin zu einer geschlechtlichen Trennung des öffentlichen Raums.

Beide Sichtweisen haben ihre Logik, und gerade deshalb ist das Thema heikel. Ein öffentliches Bad wird von allen Bürgern finanziert, also ist die Frage, wer, wann und unter welchen Bedingungen Zugang dazu hat, nicht trivial. Ist das eine vernünftige Anpassung an die realen Bedürfnisse eines Teils der Gemeinschaft, oder ein Präzedenzfall, der sich morgen auf andere öffentliche Räume ausweiten könnte?

Die Antwort hängt davon ab, wie es weitergeführt wird - ob es ein freiwilliges Angebot für jene bleibt, die es wollen, oder zu einer Regel wird, die verändert, was „öffentlicher" Raum bedeutet. Vorerst hat Tetovo eine Diskussion eröffnet, die viele lieber meiden. Und gemiedene Diskussionen verschwinden selten von selbst.