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Die Natur in Frankreich zeigte gestern eine Kraft, wie man sie lange nicht gesehen hat. Heftige Gewitterstürme trafen die zentralen und östlichen Landesteile und hinterließen zwei Todesopfer. In Saint-Victurnien, im Departement Haute-Vienne, kam eine Frau ums Leben, als ein Baum auf sie fiel. In Dolomieu, im Departement Isère, wurde ein Mann tot in einer Werkstatt gefunden, die nach einem Blitzeinschlag Feuer gefangen hatte.
Dreißig Departements in Zentral- und Ostfrankreich standen wegen des Unwetters und der Gefahr großen Hagels unter der orangen Warnstufe. Rund 53.000 Haushalte blieben ohne Strom, während der Sturm über das Land zog. Und dann kam die Szene, die über alle Bildschirme ging.
Bei Saint-Étienne, im Departement Loire, erzeugte eine Superzelle - ein außergewöhnlich mächtiger Sturm - das, was Meteorologen einen „Mini-Tornado” nannten. Der Wirbel warf Lastwagen auf der Autobahn A72 um, riss Bäume aus und deckte Dächer ab. Französische Meteorologen erklärten, der Tornado habe sich im Inneren der Superzelle gebildet, verstärkt durch den Zusammenstoß sehr warmer und kühlerer Luftmassen in der Höhe.
Feuerwehr und Rettungskräfte hatten allein im Departement Loire nach dieser Unwetterwelle fast 230 Einsätze. Eine Zahl, die mehr sagt als jede Beschreibung - wenn ein einziger Dienst in wenigen Stunden zu zweihundertdreißig Orten ausrücken muss, dann ist klar, wie breit der Sturm zugeschlagen hat.
Und während Frankreich die Schäden zählt, ist es schwer, sich nicht zu fragen - wie bereit sind wir? Jeder Sommer bringt stärkere und unberechenbarere Stürme über den ganzen Kontinent, und der Balkan ist auf dieser Karte keine Ausnahme. Die Frage ist nicht, ob uns ein solches Unwetter erreicht, sondern ob unsere Dienste in wenigen Stunden ebenso schnell zu zweihundert Einsätzen ausrücken würden.
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