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28 Stunden ohne Strom mitten in der Hochsaison: Touristen an der Riviera von Bar packen und fahren ab

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28 Stunden ohne Strom mitten in der Hochsaison: Touristen an der Riviera von Bar packen und fahren ab

Utjeha und Teile der Riviera von Bar waren bis zu 28 Stunden am Stück ohne Strom - mitten in der Hochsaison. Am schwersten traf es Paljuškovo und Umgebung. Das Ergebnis ist das, was jeder Gastgeber am wenigsten sehen will: Gäste, die mitten im Urlaub die Koffer packen und abreisen.

Die Vermieter privater Unterkünfte bekommen den ganzen Ärger ab, obwohl sie mit dem Netz nichts zu tun haben. „Es gibt kein Internet, Telefone laden nicht, die Wasserpumpen laufen nicht, also können die Leute nicht duschen. Die Klimaanlage arbeitet in dieser Hitze nicht, das Essen im Kühlschrank verdirbt - und die Gäste geben uns die Schuld an allem", sagte ein Gastgeber aus Paljuškovo.

Es ist nicht nur der Strom

Neben den Netzausfällen berichten Anwohner und Touristen von Fäkalien, die zwischen Njivice und Ulcinj ins Meer geleitet werden, von unkontrollierter Abwasserentsorgung durch Kreuzfahrtschiffe nahe der Küste und von stundenlangen Staus, weil es keine Umgehungsstraßen gibt. Ein Kommentator rechnete aus, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen Sutomore und den anderen Küstenorten 17 Kilometer pro Stunde beträgt. Siebzehn. Im Auto, auf Asphalt, im Jahr 2026.

All das passiert in einem Land, dessen Wirtschaft buchstäblich auf zwei Monaten im Jahr ruht. In diesem Jahr wie im vorigen werden Betten verkauft - keine Infrastruktur. Netz, Kanalisation und Straßen sind dieselben wie vor fünfzehn Jahren, nur die Zahl der Menschen darauf hat sich verdoppelt.

Eine bekannte Geschichte auch diesseits der Grenze

Makedonier kennen Montenegro als zweite Adresse fürs Meer - für viele Familien ist es das nächstgelegene Salzwasser, das man mit dem Auto erreicht. Wer in Utjeha oder Sutomore war, weiß, dass das keine Luxusziele sind, sondern Orte, an die man fährt, weil sie erschwinglich sind. Und genau dort gibt das System zuerst nach.

Gastgeber und Beschäftigte im Tourismus fordern eine sofortige Reaktion und Investitionen in die Grundinfrastruktur und warnen, dass Bilder enttäuschter Touristen auch den Rest der Saison kosten können. Die Frage ist, wer das jetzt hört - und nicht erst im Oktober, wenn die Rechnungen zusammengezählt sind und die Orte für weitere zehn Monate leer stehen.