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Dubravka Šuica bekam Europas schwierigste Akte: eine Balkanpolitikerin soll Ceuta beruhigen

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Dubravka Šuica bekam Europas schwierigste Akte: eine Balkanpolitikerin soll Ceuta beruhigen

Wenn Europa eine Krise lösen muss, in der an einem Tag über sechzig Menschen starben und Italien Schengen mit Spanien aussetzt, ist die Frage, wer den Draht nach Rabat hält, keine Protokollfrage. Ursula von der Leyen hat das Dubravka Šuica anvertraut, der EU-Kommissarin für den Mittelmeerraum - einer Politikerin aus Dubrovnik, aus diesem unserem Teil der Welt.

„Dubravka Šuica steht in Kontakt mit ihrem marokkanischen Amtskollegen. Ich bin überzeugt, dass unsere enge Partnerschaft mit Marokko helfen wird, konkrete Ergebnisse zu erzielen“, teilte von der Leyen mit. Parallel koordiniert Innenkommissar Magnus Brunner die operative Unterstützung, einschließlich der Hilfe von Frontex.

Šuica hält das Mittelmeer-Ressort seit Dezember 2024. Darunter fallen die Beziehungen der Union zu den südlichen Nachbarn - Marokko inbegriffen -, Partnerschaften, Sicherheitskooperation und die äußere Dimension der Migrationspolitik. Mit anderen Worten: genau diese Krise, und niemand in der Kommission sitzt näher an ihr.

Eine Balkan-Biografie an Europas Spitze

Der Weg hierher beginnt 1990 mit dem Eintritt in die HDZ, führt über das Bürgermeisteramt in Dubrovnik und dann ins Europäische Parlament. 2019 wurde sie Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Demokratie und Demografie, danach Vizepräsidentin der Europäischen Volkspartei und schließlich Kommissarin für den Mittelmeerraum.

Der Weg hat auch Schatten. Kroatische Medien berichten seit Jahren über Vermögen von über fünf Millionen Euro, über umstrittene öffentliche Ausgaben - darunter eine Renovierung, die als „goldene Toilette“ in Erinnerung blieb -, über den Bau eines Golfplatzes auf dem Srđ und über einen Einbruch ins Familienhaus. Für ihren politischen Stil blieb auch dieser Satz haften: „Niemand kann ein größerer Kroate oder eine größere Kroatin sein als ich und meine Kollegen von der HDZ.“

Das ist ein Satz, den jeder auf dem Balkan wiedererkennt, egal auf welcher Seite der Grenze er ihn gehört hat. Hier heißt es Patriotismus, wenn unser Mann ihn benutzt, und Nationalismus, wenn ein fremder es tut.

Was das für die Region bedeutet

Der interessanteste Teil ist nicht die Biografie, sondern das Amt. Das Mittelmeer-Ressort umfasst auch die äußere Migrationspolitik - dieselbe Logik, nach der die Union über Grenzen, Rückführungen und „Partnerschaften“ mit Drittstaaten verhandelt. Der Balkan ist nicht Marokko, aber die Balkanroute kennt dasselbe Verfahren: Brüssel zahlt, der Nachbar bewacht, und wenn der Nachbar sich gekränkt fühlt, öffnet sich die Grenze zufällig.

Wird eine Politikerin aus der Region an Europas Spitze das anders sehen als ihre Vorgänger? Oder ist das Amt stärker als die Biografie, und am Ende wird nach demselben Muster verfahren? Die Antwort geben nicht Mitteilungen aus Brüssel, sondern das, was mit der Grenze bei Ceuta passiert, wenn Rabat das nächste Mal etwas will.