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Madonna, Shakira und die „Sesamstraße" zur Halbzeit: Der Fußball bekam eine Show im Super-Bowl-Stil

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Madonna, Shakira und die „Sesamstraße" zur Halbzeit: Der Fußball bekam eine Show im Super-Bowl-Stil

Das WM-Finale im MetLife Stadium in New Jersey bekam etwas, das der Fußball bislang hartnäckig verweigert hatte: eine Halbzeitshow im Stil des Super Bowl. Und nicht irgendeine Show - inszeniert von Chris Martin, mit Madonna, BTS, Justin Bieber, Shakira und Coldplay auf einer Bühne mitten auf dem Feld, vor mehr als 82.000 Zuschauern.

Shakira sang die offizielle Hymne „Dai Dai", Maestro Gustavo Dudamel dirigierte, und unter den Legenden erschienen Ronaldo und Ronaldinho. Es gab auch einen bewegenden Moment - eine Hommage an den verstorbenen Pelé. Und ja, die Figuren aus der „Sesamstraße" sangen gemeinsam mit Dudamel. Wenn eine milliardenschwere Institution dir sagen will, dass sie an alle denkt, sieht das so aus: vom Weltklasse-Dirigenten bis zum gelben Plüschhund, alles in einem einzigen Bild.

Die Abschlusszeremonie war nicht bescheidener. Post Malone, Robbie Williams, Nicole Scherzinger und Laura Pausini sangen den offiziellen Song „Desire". Jennifer Hudson trug die amerikanische Hymne vor, María Becerra die argentinische. Den Pokal überreichten Andrés Iniesta, Carlos Alcaraz und Mario Kempes - eine Mischung aus Fußball, Tennis und Geschichte, die die FIFA liebt, weil sie teuer aussieht.

Tom Cruise hielt eine Rede über die verbindende Kraft des Fußballs. „Dieser Sport gehört der ganzen Welt", sagte der Schauspieler, „es ist eine Sprache, die Menschen verbindet". Klingt schön. Die Frage, die niemand auf der Bühne stellte, ist, ob ein Sport, der 48 Nationen verbindet, wirklich den Menschen gehört, die ihn schauen - oder jenen, die die Tickets, die Rechte und die Werbeminuten drumherum verkaufen.

Die FIFA lud 130 Prominente ein - die größte Gästeliste in der Geschichte des Turniers. Mick Jagger, Dua Lipa, Brad Pitt, Timothée Chalamet, Kylie Jenner, die Familie Beckham, Zinédine Zidane. König Felipe VI., Königin Letizia und Prinzessin Leonor in der Loge. Das Spektakel war perfekt abgestimmt, jedes Bild durchdacht. Der Balkan kennt diese Szene auswendig: Wenn die Show größer ist als das Spiel selbst, lohnt sich die Frage, wer eigentlich die Karte bezahlt hat - und wer die Rechnung begleicht.