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Haakon von Norwegen wird 53: Der Thronfolger, der jeden Sturm überstand - außer dem mit seinem Stiefsohn hinter Gittern

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Haakon von Norwegen wird 53: Der Thronfolger, der jeden Sturm überstand - außer dem mit seinem Stiefsohn hinter Gittern

Haakon von Norwegen ist 53 geworden, und während Norwegen sich noch über den Erfolg der Nationalmannschaft freut, feiert der Thronfolger seinen Geburtstag so, wie er es gewohnt ist: leise, ohne Drama, mit einer Miene, die nichts von dem verrät, was hinter ihm vorgeht. Und hinter ihm ist einiges passiert.

Die letzten zwei Jahre waren die härtesten für den norwegischen Hof seit langem. Marius Borg Høiby, Haakons Stiefsohn, wurde in erster Instanz zu vier Jahren Haft wegen Sexualdelikten verurteilt. Der Schriftwechsel zwischen der Frau des Kronprinzen, Mette-Marit, und Jeffrey Epstein kam ans Licht. Der Gesundheitszustand von König Harald und Königin Sonja verschlechterte sich. Für eine Institution, die vom Bild der Stabilität lebt, war das ein Sturm, aus dem kaum jemand heil herauskäme.

Haakon wählte einen Ansatz, den man bei Mächtigen selten sieht: Er versteckte sich nicht. Er behielt seinen üblichen Terminplan bei, trat vor die Kameras, kommunizierte, wenn auch knapp - aber er kommunizierte. Er floh nicht, er schwieg nicht hinter den Mauern des Schlosses. In einer Welt, in der jeder Politiker beim ersten Skandal die Anwälte ruft und verschwindet, wirkt das fast altmodisch.

Der Fall Marius ist das, was offen bleibt. Ein Stiefsohn, der in einer königlichen Residenz aufwuchs, rechtlich aber ein anonymer Bürger ohne dynastische Rechte bleibt - er lebte die Privilegien ohne die Pflichten. Die Verteidigung, deren Finanzierungsquellen unklar sind, hat Berufung eingelegt. Ein zweites Urteil wird nicht vor 2027 erwartet. Die ersten Wochen der Haft verbrachte er auf dem königlichen Gut Skaugum, was zeigt, dass es auch im Gefängnis Gefängnisse unterschiedlicher Klasse gibt.

Die Frage, die über alldem schwebt, ist nicht, ob Haakon die Skandale übersteht - das hat er bereits gezeigt. Die Frage ist, ob Mette-Marit mit einem Sohn hinter Gittern auf den Thron kann. Haakon antwortete ohne Zögern: Die künftige Monarchie schließt sie ein, oder sie findet gar nicht statt. Dasselbe Ultimatum, das sein Vater Harald vor einem halben Jahrhundert für Sonja stellte, eine geschiedene Frau bürgerlicher Herkunft. Ein weiterer Einsatz für die Liebe, im Stil der Familie.

Die Thronfolgerin Ingrid Alexandra kehrt nach Oslo zurück, und eine Verfassungsänderung wird vorbereitet, damit sie bis Jahresende die Rolle der Regentin übernehmen kann. Der Plan für den Übergang steht. Haakon hat fast jede Krise geschlossen, außer der einen, die ihn bis zum Thron begleiten wird. Für einen Mann, der nie den legendären Status seines Großvaters Olav V. erreichen wird, des Anführers des Widerstands im Krieg, ist das ein durchaus anständiges Ergebnis - die Institution ganz zu halten, während ringsum alles bricht.