Wolf an der Kette in Kozle: Strafen bis 20.000 Euro, aber kein Auffangzentrum - das System reagiert erst, wenn der Fall auf die Straße fällt
15.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
In einer Straße in Kozle, Skopje, wurde kürzlich ein junger Wolf gefunden - mit einer Kette um den Hals, an einen Pfosten gebunden. Der Fall hat eine öffentliche Debatte über die Haltung wilder Tiere unter städtischen Bedingungen ausgelöst. Die Polizei sucht nach der Person, die ihn hielt. Und die Frage hat bislang keine ernsthafte Antwort: Wie landet ein Wolf in einem Stadthof, und wer dachte, das sei in Ordnung?
Der Chefinspektor für Naturschutz bei der staatlichen Umweltinspektion, Pejo Kirovski, erläuterte den rechtlichen Rahmen: die Haltung wilder Tiere ohne Genehmigung ist in Mazedonien durch das Naturschutzgesetz (Artikel 32) verboten. Die Strafen sind ernst.
Für juristische Personen, die einheimische oder ausländische Wildarten ohne Genehmigung halten - 3.000 Euro. Für gefährliche und exotische Arten, die ein Risiko für Menschen darstellen - zwischen 8.000 und 20.000 Euro. Für Einzelpersonen - bis 800 Euro.
Damit die Haltung erlaubt ist, braucht es Nachweise zur legalen Herkunft, geeignete Räumlichkeiten, veterinärmedizinische Aufsicht, und bei Schutzarten - Konformität mit dem CITES-Abkommen. Die Genehmigungen erteilt das Ministerium für Umwelt und Raumplanung in Kooperation mit der Lebensmittel- und Veterinärbehörde, die prüft, ob Mindestbedingungen für das Tier gegeben sind.
Das Problem: Mazedonien hat keine spezialisierte Einrichtung zur Aufnahme beschlagnahmter oder gefundener Wildtiere. Der Wolf aus Kozle ist derzeit unter Analyse in Quarantäne im Zoo Skopje. Aber was danach passiert - bleibt offen. Der Zoo ist kein Rehabilitationszentrum. Ein Programm zur Rückführung in die Wildnis existiert nicht. Die Alternative - Verhinderung von Wiederholungsfällen - reduziert sich auf Strafen.
Und Strafen setzen, wie üblich, voraus, dass jemand erwischt wird. Wie viele Fälle privater Wildtierhaltung bleiben unentdeckt? Wie viele Papageien, Adler, Bärenjunge, Schildkröten durchlaufen illegale Verkaufswege und enden in Höfen oder Wohnungen, ohne dass jemand etwas bemerkt? Das System greift erst, wenn der Fall auf die Straße fällt. Bis dahin - bezahlen die Wildtiere für die unvernünftige Sammelleidenschaft der Menschen.
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