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71 Tage US-israelische Operation gegen den Iran: 58 Schiffe umgeleitet, zwei Tanker getroffen, und eine Vier-Monats-Uhr tickt

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Der einundsiebzigste Tag der US-israelischen Operationen gegen den Iran. Auf See - die USA halten eine vollständige Seeblockade iranischer Häfen aufrecht. Die Zahlen sprechen für sich: 58 Handelsschiffe umgeleitet seit dem 13. April, vier komplett außer Gefecht gesetzt, damit sie iranische Häfen weder anlaufen noch verlassen können. CENTCOM bestätigt: die Blockade läuft weiter.

Die Militäroperationen sind nicht nur präventiv. F/A-18 Super Hornet-Maschinen vom Flugzeugträger USS George H.W. Bush griffen zwei iranische Tanker an: M/T Si Star III und M/T Sevda. Die Strategie ist präzise - sie treffen die Verbindungselemente, das Ziel ist Lahmlegen ohne Versenken. Doch der Effekt auf die iranische Wirtschaft ist derselbe: die Schiffe fahren nicht.

Die iranische Antwort: nahe dem Hafen Chasab in Oman wurden nach einem mutmaßlichen US-Angriff sechs Personen vermisst gemeldet. Mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus von Chasab gebracht. Der iranische UN-Botschafter reagierte mit einer offiziellen Note, bestätigte das „Recht auf Selbstverteidigung" und warnte vor „katastrophalen Folgen".

Was folgt? Der diplomatische Kanal ist noch offen - der Iran wartet auf eine Antwort zum US-Friedensangebot. Laut CIA-Einschätzung kann die iranische Wirtschaft die Blockade rund vier Monate aushalten. Das ist die reale Uhr. Nicht die militärische, die wirtschaftliche. Wenn aus vier Monaten drei oder zwei werden, wird Teheran zu einer Entscheidung gezwungen, die keine Seite sehen will.

Für den Balkan-Leser: die Ölpreise hängen direkt damit zusammen. Wenn die USA die Straße von Hormuz blockieren, bedeutet das teureres Benzin in Skopje, Zagreb, Sofia, Tirana. Der Konflikt ist weit weg, aber die Anzeige an der Tankstelle in Aerodrom oder Karpoš - die ist nah.