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Bürgermeister von Karpoš seit dem 29. Mai verschwunden: Wenn er krank ist, verdient er Verständnis - aber die Institution darf nicht in der Luft hängen

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Bürgermeister von Karpoš seit dem 29. Mai verschwunden: Wenn er krank ist, verdient er Verständnis - aber die Institution darf nicht in der Luft hängen

Der Bürgermeister von Karpoš, Sotir Lukrovski, ist nicht auffindbar. Seine Krankschreibung lief am 29. Mai aus, doch seither erschien er nicht zur Arbeit und gab keine öffentliche Erklärung ab. Eine Gemeinde mit zehntausenden Einwohnern bleibt ohne sichtbares Oberhaupt - und niemand sagt offiziell, was los ist.

Die oppositionelle SDSM verlangt über ihren Karpoš-Vertreter Pance Milevski Antworten. „Bis heute ist er nicht an seinem Arbeitsplatz erschienen, und die Bürger der Gemeinde Karpoš haben keine klare Erklärung für seine Abwesenheit erhalten“, sagt Milevski. Die Partei fragt auch, warum Lukrovski weiter ein Gehalt bezieht, während er sein Amt nicht ausübt, und fordert, dass er entweder zur Arbeit zurückkehrt oder zurücktritt und Neuwahlen ansetzt.

Ministerpräsident Mickoski soll gesagt haben, der Bürgermeister brauche Erholung. Mag sein - jeder hat ein Recht auf Gesundheit und Privatsphäre, und es ist nicht fair, über die Krankheit eines Menschen zu spekulieren. Doch das Amt des Bürgermeisters ist keine Privatsache; es ist eine öffentliche Verantwortung, für die die Bürger gestimmt haben.

Und hier liegt der Knoten. Ist der Mann krank, verdient das Verständnis, kein Gerede. Aber eine Institution darf nicht wochenlang in der Luft hängen, ohne dass jemand sagt, wer sie führt und bis wann. Die Menschen in Karpoš verlangen keine Krankenakte - sie wollen nur wissen, wer unterschreibt, wer entscheidet und an wen sie sich wenden können, solange ihr gewählter Bürgermeister unsichtbar bleibt.