Skip to content

Zehn Jahre keine Ruhe vor der Musik: Kapištec protestiert erneut, während die Zuständigkeit weitergereicht wird

1 Min. Lesezeit
Teilen
Zehn Jahre keine Ruhe vor der Musik: Kapištec protestiert erneut, während die Zuständigkeit weitergereicht wird

Die Anwohner von Kapištec sind erneut auf die Straße gegangen, um gegen die laute Musik aus den Lokalen im Viertel zu protestieren - ein Problem, das sie seit Jahren mit sich schleppen, ohne dass eine Lösung in Sicht ist. Zum Treffen kam auch der Bürgermeister von Centar, Goran Gerasimovski, der die Forderungen anhörte, aber auch etwas zugab, das man von einem Funktionär selten hört: dass die Gemeinde das nicht allein lösen kann.

„Wir kämpfen kontinuierlich mit dem Lärmproblem in Kapištec. Wir haben eine Initiative mit den Anwohnern gestartet und alle zuständigen Institutionen zur Mitwirkung aufgefordert. Leider haben wir trotz mehrerer Koordinationstreffen keine angemessene Unterstützung vor Ort erhalten", sagte Gerasimovski. Mit anderen Worten - das Problem ist klar, die Zuständigkeit ist geteilt, und das Ergebnis bleibt genau dort aus, wo sie sich überschneiden.

Die Gemeinde zählt auf, was sie getan hat: regelmäßige Inspektionen und Bußgelder im Rahmen ihrer Befugnisse, an mehreren Standorten installierte digitale Lärmmesser, eine Bürgerinitiative bis hinauf zu den Ministerien und eine App in Vorbereitung, die es ermöglichen soll, den Lärm über eine GIS-Plattform in Echtzeit zu verfolgen. Das klingt nach viel - doch Anwohner, die seit zehn Jahren Wochenende für Wochenende nicht schlafen, messen anders.

Die Forderungen der Bürger sind konkret: mehr Polizei in den Abend- und Nachtstunden, ein Vorgehen gegen die Vereinnahmung des öffentlichen Raums und ein Ende des Tobens der Gäste. Nichts davon ist unmöglich - all das verlangt nur, dass jemand die Verantwortung übernimmt, statt sie weiterzureichen. Die Frage, die über Kapištec hängen bleibt, ist so alt wie das Problem selbst: Wenn die Zuständigkeit zwischen Gemeinde, Polizei und Ministerien geteilt ist, wer trägt am Ende vor dem Bürger, der nicht einschlafen kann, die Verantwortung?