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Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten

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Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten

Skopje versinkt wieder im Müll, und der Grund ist diesmal beschämend konkret: Von vier Spezialfahrzeugen zum Heben der großen Container fährt nur eines. Die übrigen drei stehen seit Monaten defekt und warten auf Ersatzteile, die wegen verworrener Vergabeverfahren nicht ankommen.

Das Ergebnis sieht und riecht man an jeder Ecke. Die Container quellen über, drumherum wachsen kleine Deponien aus Tüten, Kartons und Abfall. Bei über 40 Grad ist das nicht nur ein ästhetisches Problem - es ist eine Frage der öffentlichen Gesundheit: Insekten, Nagetiere und Gestank in dicht bewohnten Vierteln.

Der amtierende Direktor des städtischen Reinigungsbetriebs bestätigt, was die Bürger längst erleben: Von vier Spezialfahrzeugen läuft derzeit eines. Als Lösung kündigt die Stadt den Bau zweier moderner Umladestationen an, wo der Abfall gesammelt und sortiert wird, bevor er mit größeren Fahrzeugen zur Deponie „Drisla“ gebracht wird.

Klingt vernünftig - auf lange Sicht. Doch der Bürger, der heute auf einen Müllberg unter seinem Fenster schaut, kann nicht auf eine Umladestation warten. Die Frage liegt auf der Hand: Wie kommt eine Hauptstadt dahin, dass drei von vier Wagen defekt stehen und das Verfahren für ein einziges Ersatzteil Monate dauert? Das ist kein Geldmangel - es ist ein Systemmangel. Und während das System „gebaut wird“, wartet der Sommer nicht, und der Müll noch weniger.