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Anušić zufrieden: Magyar sagt, Großungarn sei Geschichte. Aber ist es das wirklich?

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Der kroatische Verteidigungsminister Anušić ist zufrieden. Péter Magyar, die neue Figur in der ungarischen Politik, erklärte, dass historische Karten von "Großungarn" - Geschichte sind, kein Revisionismus. "Das ist eine vollkommen befriedigende Aussage von dem Mann, der Ungarn führen wird" - sagte Anušić, und man konnte fast die Erleichterung aus Zagreb hören.

Also reicht es, wenn der neue Chef sagt "das gehört meiner Vergangenheit an" und die Frage ist geklärt? Auf dem Balkan wissen wir, dass historische Karten die Gewohnheit haben, genau dann aus Schubladen zu kommen, wenn man es am wenigsten erwartet. Orbán hat jahrelang "Großungarn" auf jede mögliche Weise gepflegt - jetzt, wo Magyar den Kurs ändert, sollen wir alle vergessen?

Eine Veränderung der Rhetorik ist willkommen, keine Frage. Aber Rhetorik ist billige Währung in diesem Teil der Welt. Die Frage ist, was Magyar tut, wenn es klar wird, dass historische Karten keine Absicht haben, still zu sitzen - denn serbische Bürger, die sich mit "hybriden Systemen" identifizieren, sind immer noch mehr als nur diplomatische Bedenken. Auf dem Balkan ist das keine überraschende Beobachtung - wir wissen, wie dieser Club funktioniert.

Wird er erfolgreich sein? Orbán ist kein leichter Gegner, und Vučić und Fico wissen, wie man ein langes Spiel spielt. Aber die bloße Tatsache, dass jemand in Budapest eine Diskussion über "Kunst" eröffnet hat, ist etwas Neues. Auf dem Balkan sind wir gewohnt, dass diese Dinge in Kaffeehäusern geflüstert werden, nicht vor Kameras gesagt.