Studeničani: 35-Jähriger stirbt durch Stromschlag beim Autowaschen mit dem Hochdruckreiniger
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Die Gemeinde Centar hat einen eigenen Lokalen Energie- und Klimaplan, verabschiedet im Dezember 2024. Darin steht, dass die Bebauung der Vodno-Hänge Erosion, Sturzbäche und Erdrutsche auslösen kann. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört ein Bauverbot in Gebieten, die als sturzflutgefährdet eingestuft sind.
Dieselbe Gemeinde legt nun einen Entwurf für einen detaillierten Bebauungsplan für das Gebiet Barutana am Vodno vor - ohne abgeschlossene hydrologische, hydrogeologische und geotechnische Analysen für den gesamten Hang.
„Wir sägen gerade an dem Ast, auf dem wir sitzen. Und dazu haben wir kein Recht, weder für uns heute noch für künftige Generationen“, sagt Jana Belčeva-Andreevska, Stadträtin im Rat der Stadt Skopje für die Bürgerinitiative „Chance für Centar“.
Ein Drittel weniger - oder 88 Prozent mehr
Die Gemeinde Centar behauptet, der Entwurf erlaube rund ein Drittel weniger Bebauung als der ältere Plan. Das stimmt - gemessen am Plan.
Die offiziellen Zahlen, gemessen am Gelände, sagen etwas anderes. In Barutana gibt es heute 15.701 Quadratmeter gesamte Wohnfläche über alle Geschosse. Geplant sind 29.459 Quadratmeter. Das ist eine Zunahme von rund 88 Prozent gegenüber dem Bestand.
Beide Aussagen können gleichzeitig wahr sein, weil sie Unterschiedliches messen. Die eine vergleicht mit einem Dokument, das nie vollständig umgesetzt wurde. Die andere vergleicht mit dem, was tatsächlich am Hang steht.
Barutana gehört zum Vodno, nahe der Polizeistation und am Beginn mehrerer Wanderwege. Auf dem Areal stehen bereits Wohngebäude, doch der neue Entwurf dringt tiefer in den Wald vor und erweitert den Bereich, in dem Neubauten zulässig sind.
Die Analysen, die auf später verschoben werden
Der Entwurf selbst räumt ein, dass wegen der Geländeform Rutschungen möglich sind, und verlangt geologische, geomechanische und hydrotechnische Gutachten.
Nur werden diese auf später verschoben - auf die Phase der Basisentwürfe für die einzelnen Gebäude. Jedes Haus wird also einzeln geprüft, nachdem der Plan das Bauen bereits erlaubt hat.
Das ist der entscheidende Punkt, und man sollte ihn langsam aussprechen: Ein Hang rutscht nicht wegen eines Hauses ab. Er rutscht wegen der Summe aller Häuser, Straßen, Aushübe und Stützmauern zusammen. Eine Prüfung Gebäude für Gebäude kann genau das rechnerisch nicht erfassen.
„Ich bin nicht hier, um Angst zu verbreiten. Wenn über eine Entscheidung abgestimmt werden soll, sollte jede Entscheidung auf Grundlage von Daten und Analysen getroffen werden… Also wo sind die Analysen - hydrologisch, hydrogeologisch, geotechnisch? Wir fordern, dass die Analysen erstellt werden. Wenn sie vorliegen, soll der Plan zurück zur Beratung, und dann sehen wir, was darin steht“, sagt Belčeva-Andreevska.
Das Schweigen der Institution, deren Aufgabe das ist
Die Direktion für Schutz und Rettung gibt seit Monaten keine Stellungnahme zum Entwurf ab. Das gesetzliche Verfahren kann auch ohne ihre Antwort weiterlaufen.
Das ist ein gesetzlich geregeltes Schweigen - und genau deshalb ein Problem. Eine Institution, die zur Risikobewertung geschaffen wurde, kann einfach nicht antworten, und der Plan geht trotzdem durch, wobei das Fehlen einer Stellungnahme stillschweigend als „keine Einwände“ gelesen wird.
„Die Öffentlichkeit muss sich bewusst sein, dass Institutionen existieren, um das öffentliche Interesse zu schützen, und nicht, um zu schweigen“, mahnt die Stadträtin.
Die Rohre unter den Parzellen
Es gibt auch ein prosaischeres Problem. Der offizielle Entwurf zeigt, dass durch drei Baugrundstücke Hauptleitungen mit 350 und 200 Millimetern verlaufen. Darauf darf nicht gebaut werden, solange nicht rund 400 Meter der größeren und 50 Meter der kleineren auf öffentlichen Grund verlegt sind.
Der städtische Wasser- und Abwasserbetrieb habe, so Belčeva-Andreevska, den Planentwurf zurückgeschickt. In der öffentlichen Anhörung bekam man keine Antwort darauf, was die Verlegung und der Bau einer neuen Straße im Steilgelände kosten werden.
Wenn in einer öffentlichen Anhörung keine Rechnung gezeigt wird, heißt das meist, dass jemand davon ausgeht, sie werde nicht seine sein.
Wie es weitergeht
Belčeva-Andreevska macht auch geltend, der Entwurf sei nicht mit dem Generalbebauungsplan abgestimmt, dem übergeordneten Planungsdokument. Die Kommission der Stadt Skopje gab dennoch eine positive Stellungnahme ab. Sie forderte Bürgermeister Orce Gjorgjievski auf, die Entscheidung erneut zu prüfen, sagt aber, es gebe noch keine konkrete Antwort.
Der Entwurf soll erneut vor den Rat der Gemeinde Centar kommen, nachdem die Einwände aus der öffentlichen Befragung geprüft wurden.
„Das wird ein Test für die Integrität der Leute“, sagt die Stadträtin.
Ein Test, dessen richtige Antworten bereits aufgeschrieben sind - in dem Dokument, das die Gemeinde selbst vor weniger als zwei Jahren verabschiedet hat.
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