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Eine Milliarde Dollar für Batterien in fremden Gärten: Base Power montiert 100 pro Tag und ist 13 Milliarden wert

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Eine Milliarde Dollar für Batterien in fremden Gärten: Base Power montiert 100 pro Tag und ist 13 Milliarden wert

Während die meisten Speicherfirmen große Grundstücke nahe starken Netzpunkten suchen, ging Base Power etwas weit weniger Romantischem nach: den Gärten gewöhnlicher Leute. Das Start-up sammelte weitere eine Milliarde Dollar (rund 900 Millionen Euro) ein, weniger als ein Jahr nach einer ebenso großen Vorrunde, und ist nach der Investition nun 13 Milliarden Dollar wert.

Die Zahlen dahinter sind interessanter als die Bewertung. Das Unternehmen montiert rund 100 Batterien pro Tag und hofft, die Zahl bis Jahresende zu verdoppeln - das sind fast 8 Megawattstunden neuer Kapazität an jedem einzelnen Tag, ohne neue Fernleitung und ohne Genehmigung für ein Industriegebiet. Insgesamt sind bislang über 500 Megawattstunden installiert.

Das Modell ist Abo, nicht Kauf, und darin liegt der eigentliche Trick. Im Großraum Houston verlangt Base Power 695 Dollar für die Montage, dann 19 Dollar monatlich und 13,1 Cent je Kilowattstunde - ungefähr der übliche Regionalpreis. Die Batterie bleibt Eigentum des Unternehmens, das den gespeicherten Strom dann ans Netz verkauft, wenn die Nachfrage hochschnellt. Der Kunde bekommt bei einem Ausfall Notstrom für einen Tag und mehr; das Unternehmen bekommt ein verteiltes virtuelles Kraftwerk, bezahlt vom Abonnenten.

Das neue Gerät, Base Core genannt, entsteht in einer Fabrik in Austin, Texas, und speichert 39,2 Kilowattstunden - deutlich mehr als bei der Konkurrenz. Kunden können eine oder zwei Batterien wählen. Aktuell ist das Unternehmen nur in Texas und Illinois tätig.

Warum wirft jemand ausgerechnet jetzt eine Milliarde in Hausbatterien? Weil das amerikanische Netz nach Jahrzehnten des Stillstands erstmals wieder wächst - und sofort verstopfte. Die Nachfrage aus Elektrifizierung und dem Wettlauf um KI-Rechenzentren drückt das System besonders bei PJM, dem Netzbetreiber mit den meisten Rechenzentren und Teilen von Illinois. Wenn das Netz nicht schnell genug wachsen kann, verkauft jemand die Lösung, die keinen Ausbau braucht.

Die Runde führten Ribbit, Addition, Valor Equity Partners und die strategische Investmentgruppe von JPMorganChase an, mit Beteiligung von a16z, Lightspeed, Coatue, CapitalG, Thrive Capital und einer ganzen Reihe weiterer Fonds. Mitgründer und Vorstandschef ist Zak Dell; sein Vater, Dell-Chef Michael Dell, beteiligte sich nicht an der Runde - ein Detail, das jemand für klärungsbedürftig hielt.