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Sieben Millionen Denar für die gesamte mazedonische Industrie: genug für rund zwanzig Unternehmen

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Sieben Millionen Denar für die gesamte mazedonische Industrie: genug für rund zwanzig Unternehmen

Zwei öffentliche Ausschreibungen des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit bieten heimischen Produktionsunternehmen zwischen 200.000 und 500.000 Denar Förderung. Das Ministerium übernimmt 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Bewerbungsschluss ist der 15. September 2026.

Die erste Ausschreibung zielt auf die Zusammenarbeit zwischen Produktionsunternehmen und Universitäten - die Einführung innovativer Methoden rund um Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und intelligente Spezialisierung. Der Gesamtwert dieser Ausschreibung beträgt fünf Millionen Denar, ein einzelnes Unternehmen kann höchstens 500.000 Denar erhalten.

Die zweite Ausschreibung betrifft Implementierung und Standardisierung von Prozessen sowie die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Sie verfügt über zwei Millionen Denar, der Höchstbetrag je Unternehmen liegt bei 200.000 Denar.

Sieben Millionen Denar für eine ganze Industrie

Der gemeinsame Fonds beider Ausschreibungen beläuft sich auf sieben Millionen Denar. Das sind rund 114.000 Euro - für sämtliche Produktionsunternehmen des Landes.

Die Zahl liest sich von selbst. Jede der beiden Ausschreibungen reicht, geteilt durch ihren eigenen Höchstbetrag, für je zehn Unternehmen - fünf Millionen zu je 500.000, zwei Millionen zu je 200.000. Rund zwanzig Firmen im ganzen Land. Das ist keine Industriepolitik, das ist ein Pilotprogramm.

Der stellvertretende Wirtschafts- und Arbeitsminister Marjan Risteski sagt, das Interesse der Unternehmen sei groß und die Maßnahmen brächten Produktionsverbesserungen, europäische Standards und Digitalisierung, indirekt auch neue Arbeitsplätze. Als Beispiel nannte er das neue Werk des Unternehmens „VIK“ in der Industriezone von Prilep mit rund 300 Beschäftigten, das nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft arbeitet.

Die Frage, die mehr wert ist als der Betrag

Der interessanteste Teil der ersten Ausschreibung ist nicht das Geld, sondern die Bedingung: Ein Unternehmen muss sich in Partnerschaft mit einer Universität bewerben. Das öffnet ein Thema, über das hier selten offen gesprochen wird - wie viel des an akademischen Einrichtungen erzeugten Wissens tatsächlich in den Produktionshallen ankommt.

Fakultäten haben Forscher und Labore. Unternehmen haben konkrete Probleme. Arbeiten beide Seiten getrennt, verliert die Wirtschaft. Arbeiten sie zusammen, entstehen Produkte und Prozesse, die zu den heimischen Bedingungen passen.

Doch die Partnerschaftsauflage ist keine Garantie für echte Zusammenarbeit. Fehlen den Projekten klare Ziele, Verantwortlichkeiten und Erfolgsindikatoren, bleibt die Partnerschaft eine Unterschrift auf Papier, die eine Subvention freischaltet - und das haben wir schon gesehen.

Es gibt auch ein praktisches Risiko. Ist die Dokumentation zu komplex oder die Frist zu kurz, bewerben sich kleine Unternehmen - genau die, die die Förderung am nötigsten hätten - schlicht nicht. Eine Ausschreibung, die läuft und endet, während der Buchhalter die Bekanntmachung noch liest, steht nicht allen gleichermaßen offen.

Der wirkliche Indikator wird nicht die Zahl der Bewerbungen sein. Er wird sein, ob in einem Jahr jemand veröffentlicht, welche Projekte gefördert wurden und was sie hervorgebracht haben. Ohne diesen Bericht bleiben die sieben Millionen Denar nur ein weiterer Posten in einem Jahresprogramm.