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Brüssel öffnet China die Türen: 6 Milliarden europäisches Geld für chinesische Teile für ukrainische Drohnen

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Brüssel öffnet China die Türen: 6 Milliarden europäisches Geld für chinesische Teile für ukrainische Drohnen

Seit Jahren wiederholt Europa, sein Geld werde nichts finanzieren, was nicht auf europäischem Boden hergestellt wurde. Und jetzt hat es still genau diese Tür geöffnet - für Komponenten aus China.

Brüssel genehmigte der Ukraine, rund sechs Milliarden Euro europäischen Kredit zu nutzen, um chinesische Teile für die Drohnenproduktion zu kaufen: Motoren, Batterien, Elektronik und weitere Komponenten, die die europäische Industrie nicht in den nötigen Mengen oder schnell genug liefern kann. Die erste Tranche ist schon unterwegs - 3,9 Milliarden Euro sind überwiesen.

Die Programmregeln verlangen im Grundsatz, dass Militärgerät in der Ukraine, in EU-Ländern oder bei zugelassenen Partnern produziert wird. Doch Brüssel ließ sich eine Hintertür: Ausnahmen sind erlaubt, wenn die benötigten Güter nicht rechtzeitig beschafft werden können oder wenn europäische Hersteller schlicht keine Kapazität haben. Und genau durch diese Tür gehen jetzt die chinesischen Teile.

Die Ironie ist schwer. China ist der Schlüssellieferant von Komponenten für die Drohnenhersteller - auf beiden Seiten der Front. Dieselbe Fabrik, die Teile für ukrainische Drohnen liefert, liefert sehr wahrscheinlich ähnliche auch auf die andere Seite. Ein Krieg, in dem alle schwören, China sei das Problem, läuft mit chinesischen Motoren.

Der gesamte europäische Kredit für die Ukraine für den Zeitraum 2026-2027 erreicht 90 Milliarden Euro, davon 60 Milliarden für Verteidigung, während das Budget für die Militärindustrie allein für 2026 bei 28,3 Milliarden liegt. Das sind keine Zahlen für kurzfristige Hilfe - das ist ein Budget für einen langen Krieg.

Die EU behauptet, das Ziel sei, dass der größere Teil des Geldes am Ende die ukrainische und europäische Verteidigungsindustrie stärkt, um die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu senken. Klingt gut auf dem Papier. Doch die Realität ist: gerade jetzt, wenn der Druck am größten ist, kann Europa nicht ohne China - obwohl es jeden Tag das Gegenteil sagt.

Für uns auf dem Balkan hat die Geschichte einen besonderen Beigeschmack. Wir hören Vorträge über Prinzipien und Regeln jedes Mal, wenn es um unsere Mitgliedschaft geht, um unsere Beschaffung, um unsere Zugeständnisse. Und wenn die Großen eine Ausnahme brauchen, biegen sich die Regeln still. Gelten die Regeln für alle gleich, oder nur für jene, die nicht die Macht haben, sie zu umgehen?