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Charkiw unter Drei-Tonnen-Bomben: vier Kinder unter den Verletzten

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Charkiw unter Drei-Tonnen-Bomben: vier Kinder unter den Verletzten

Am selben Tag, an dem die Krim durch ukrainische Drohnen brannte, bebte am anderen Ende des Fronts die Erde unter russischen Bomben. Über Charkiw warfen Su-34-Jets gelenkte Fliegerbomben vom Typ FAB-1500 und FAB-3000 ab - Waffen, die keine Präzision suchen, sondern alles vor sich mit purer Wucht dem Erdboden gleichmachen.

Die Ziele waren industriell: Lager mit ukrainischer Militärausrüstung, Munitionsdepots, Treibstofftanks und Hangars mit Drohnenteilen sowie eine Drohnenmontagefabrik im Gebiet Dnipropetrowsk. Zeugen berichten, "Charkiw bebte, als die Bomben ihre Ziele trafen", und verglichen den Einschlag mit einem Vulkanausbruch. Das ist kein poetisches Bild - die FAB-3000 ist eine Bombe von drei Tonnen Gewicht.

Und hier kommt der Teil, der jede Statistik menschlich macht: unter mindestens 10 Verletzten sind auch vier Kinder. Wenn von "militärischer Infrastruktur" die Rede ist, vergisst man leicht, dass sie inmitten von Städten steht, in denen Familien leben. Die Bombe macht keinen Unterschied zwischen einem Munitionsdepot und einer Straße hundert Meter weiter.

Die beiden Angriffe am selben Tag - der ukrainische auf die Krim, der russische auf Charkiw - sagen die Wahrheit über diesen Krieg besser als jede Rede: niemand gewinnt, es wechseln nur die Orte, die brennen. Und während beide Seiten darum wetteifern, wer mehr Schaden anrichtet, zahlen den Preis jene, die weder Flugzeuge noch Drohnen haben - die einfachen Menschen unter ihnen.