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OpenAI bringt ein eigenes ChatGPT für Teenager - nach 900 Millionen Nutzern und einer Reihe von Klagen: Der Schutz kam, als die Anwälte einstiegen

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OpenAI bringt ein eigenes ChatGPT für Teenager - nach 900 Millionen Nutzern und einer Reihe von Klagen: Der Schutz kam, als die Anwälte einstiegen

Dreieinhalb Jahre nach dem Start von ChatGPT und nachdem die Zahl der wöchentlichen Nutzer 900 Millionen erreicht hat, veröffentlicht OpenAI eine eigene Version für Teenager. Nicht nach einer Untersuchung, nicht nach einer Studie - nach einer Reihe von Klagen im Zusammenhang mit Suiziden Minderjähriger und mit der Wirkung von Chatbots auf die psychische Gesundheit.

Die Reihenfolge trägt die ganze Geschichte. Der Schutz existierte weder am Anfang noch, als das Produkt global wurde, noch als Schulen begannen, mit maschinengeschriebenen Hausaufgaben zu kämpfen. Er kam, als die Anwälte einstiegen.

Was enthält die neue Version? Erstens einen Lernmodus. Statt einer fertigen Antwort gibt der Bot Leitfragen zurück und führt Schritt für Schritt durch den Stoff. Zweitens Hinweise, die erscheinen, wenn das System einschätzt, dass ein Teenager abschreiben statt verstehen will - dann schiebt es ihn in den Lernmodus. Dazu kommen Quizfragen, Visualisierungen und eine Einstellung, mit der Eltern oder Erziehungsberechtigte entscheiden, ob der Lernmodus standardmäßig aktiv ist.

Drittens sind Altersschutzfunktionen nun von vornherein aktiviert und sollen laut Unternehmen die Konfrontation mit schädlichen oder unangemessenen Inhalten verringern. OpenAI beruft sich auf eigene Prinzipien für Nutzer unter 18, die nach eigener Aussage auf „Entwicklungswissenschaft und Expertenempfehlungen” beruhen. Eltern erhalten Sicherheitsbenachrichtigungen und können Ruhezeiten festlegen.

Offen bleibt eine Frage, die keine Mitteilung beantwortet: Wie schwer ist das zu umgehen? Teenager sind außergewöhnlich geschickt darin, elterliche Kontrollen auszuhebeln - das ist keine Vermutung, sondern das, was jede Elterngeneration verspätet feststellt. Solange der Modus keinen echten Test unter Schulbedingungen bestanden hat, bleiben Versprechen Versprechen.

OpenAI kündigte zudem eine Partnerschaft mit CodeAI an, um Teenagern beizubringen, wie künstliche Intelligenz funktioniert und wie man sie hinterfragt. Eine eigene Version für Lehrkräfte mit institutionellem Zugang gibt es bereits.

Bei uns führen die Schulen diese Debatte nicht, was aber nicht heißt, dass es das Problem nicht gibt - es heißt nur, dass niemand es misst. Wenn ein Unternehmen erst den gesamten Markt nimmt und danach beginnt, an seine jüngsten Nutzer zu denken, ist das kein Versäumnis. Das ist ein Zeitplan.