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China sagt: Schluss mit Hormuz. Trump antwortet: Ein Deal, oder Vernichtung

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Chinas Praesident Xi Jinping teilte dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman mit, dass die freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormuz garantiert werden muesse. Diplomatisch ausgedrueckt: Es reicht. Die beiden telefonierten, waehrend die Spannungen um den Iran den Siedepunkt erreichen.

China fordert einen dringenden und umfassenden Waffenstillstand sowie eine diplomatische Loesung der Nahostkonflikte. Hinter den formellen Worten steht einfache Mathematik: 20% des weltweiten Oel- und Gashandels laufen durch Hormuz. Wenn Peking von freier Durchfahrt spricht, spricht es von seinen eigenen Tankern, seinen eigenen Fabriken, seiner eigenen Wirtschaft.

Auf der anderen Seite laesst Donald Trump keinen Raum fuer diplomatische Zweideutigkeit. Sollte der Iran das vorgeschlagene Abkommen ablehnen, werden amerikanische Streitkraefte Bruecken, Kraftwerke und kritische Infrastruktur angreifen. Das ganze Land wird zerstoert, warnte Trump und nannte den Deal fair und vernuenftig - eine Formulierung, die immer bekannt klingt, wenn der Staerkere dem Schwaecheren eine Wahl anbietet.

Hormuz ist keine ferne Meerenge auf der Karte. Jede Krise dort trifft die Energiepreise weltweit direkt - auch auf dem Balkan, wo die Abhaengigkeit von Energieimporten fuer jedes Land in der Region Realitaet ist. Wenn China und Amerika ihre Kraefte in der Iran-Frage messen, sind wir keine Zuschauer - wir sind die Verbraucher, die die Rechnung bezahlen werden.