Drei von vier Sensoren tot: Die Seilbahn auf den Vodno lief fünfzehn Jahre ohne echten Service
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12.04.2026
In einem kleinen Ort im Norden Sloweniens, in der Gemeinde Radlje ob Dravi, wurde eine Frau in ihrer eigenen Wohnung getötet. Verdächtig ist ihr Partner - ein neununddreißigjähriger Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina, den die slowenische Polizei kurz vor Mitternacht unweit des Tatorts fasste. Bei der Festnahme leistete er keinen Widerstand.
Laut der Polizei in Celje wird er nach Abschluss der Ermittlungen mit einer Strafanzeige wegen Mordes einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Das Motiv ist noch unbekannt. Und hier beginnt der Teil, der bei solchen Geschichten am meisten schmerzt - nicht das Verbrechen selbst, sondern wie wenig man vorher wusste.
Eine Familie, die niemanden störte - bis zu der Nacht, in der alles zusammenbrach
Die Polizei teilte mit, in dieser Familie habe es zuvor keine Einsätze gegeben, und der Verdächtige sei nicht wegen Straftaten registriert gewesen - nur wegen eines einzigen Verkehrsverstoßes. Nachbarn, mit denen slowenische Medien sprachen, beschrieben ihn als freundlich, fleißig und konfliktscheu. Die Polizei verfügt jedoch über die Information, dass er in letzter Zeit psychisch sehr instabil war.
Das ist das Porträt, das nach solchen Tragödien auf dem Balkan am häufigsten auftaucht: „ein stiller Mann”, „er machte keine Probleme”, „wir sind schockiert”. Und dann - eine tote Frau und eine über Nacht zerstörte Familie. Wie oft müssen wir dieselbe Beschreibung lesen, bevor wir aufhören zu tun, als kämen diese Dinge aus heiterem Himmel?
Ein Balkan ohne Grenze für dasselbe Problem
Die Geschichte verband gleich drei Länder. Opfer und Verdächtiger lebten in Slowenien, er ist Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina, und über seine Flucht wurden auch die kroatischen und die österreichischen Sicherheitsdienste informiert. An der Suche beteiligten sich rund dreißig Polizisten und Kriminalbeamte, mit Polizeihunden, berittener Polizei, Drohnen und einem Hubschrauber. Sie suchten auch entlang des Flusses Drau - um zu prüfen, ob er sich nicht selbst etwas angetan hatte.
Femizid kennt keine Grenzen auf dem Balkan - weder staatliche noch soziale. Von Skopje bis Ljubljana wiederholt sich die Geschichte mit erschreckender Regelmäßigkeit, und das System reagiert fast immer erst, wenn es schon eine Leiche gibt. Die Frage, die bleibt, ist nicht, wer das getan hat - das wird die Polizei abschließen. Die Frage ist, warum ein „psychisch instabiler” Mann in einer Familie erst dann auf irgendjemandes Radar gerät, wenn eine Frau schon gestorben ist.
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