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Die gesunde Ernährung, die die Hormone ruiniert: Endokrinologin erklärt, warum ein Frühstück nur aus Kaffee der Beginn des Problems ist

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Gesunde Ernährung ist nicht nur eine Liste aus Eiweiß und Blattgrün. Laut der spanischen Endokrinologin Dr. Iris Mercedes de Luna ist einer der häufigsten Fehler von Menschen, die meinen, sie würden gut essen, dass sie Lebensmittel konsumieren, die "oberflächlich gesund, aber nährstoffarm" sind. Und genau das zerstört ihren Hormonhaushalt.

"Das hormonelle Gleichgewicht hängt vom gesamten System ab, nicht von einem einzigen Makronährstoff", sagt sie. Mit anderen Worten: Wenn man im Namen eines Trends Eiweiß zu allem hinzufügt, egal wie viel, tut man dem Körper keinen Gefallen. Hormone gibt es viele - Insulin, Glukagon, Leptin, Ghrelin, Schilddrüsen-, Sexualhormone - und alle brauchen unterschiedliche Nahrung, um normal zu funktionieren.

Fehler Nummer eins laut ihr: Frühstück aus reinem Kaffee. Das machen viele von uns - morgens in Eile, Kaffee in der Hand, dann zur Arbeit. Auch wenn man denkt, es sei "leicht", erschüttert diese Kombination langfristig sowohl Cortisol als auch Insulin. Ein ausgewogenes Frühstück soll laut ihr Eier oder Joghurt, Hafer oder Hülsenfrüchte, ganze Früchte und Nüsse enthalten - Ballaststoffe, Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate zusammen.

Ein weiterer Schlüsselsatz: "Sexualhormone werden aus Cholesterin produziert." Klingt trivial, hat aber Konsequenzen - Diäten, die Fette vollständig streichen (bestimmte Fettsäuren und Sterole), schädigen langfristig Östrogen und Testosteron. Brot mit etwas Olivenöl ist keine Sünde. Es ist Infrastruktur für die Hormone.

"Nährstoffe brauchen einen nährenden Kontext, um ihren Nutzen zu entfalten", fügt sie hinzu. Vitamin D wird ohne Fette nicht aufgenommen. Eisen ohne Vitamin C ist nur halb so effektiv. Kalzium ohne Magnesium ist verlorene Zeit. Isolierte "Superfoods" sind eine Marketing-Erfindung - Essen funktioniert als Ensemble, nicht als Solist.

Wo stehen wir in all dem? Die Balkantradition hatte diese Lösung lange bevor die Ernährungswissenschaftler kamen: Eier mit Tomaten morgens, Mittagessen mit Hülsenfrüchten und Öl, Obst zwischen den Mahlzeiten, Walnüsse und Kaschkaval auf dem Tisch. Als unsere Großmütter kochten, wussten sie nicht, was ein "Makronährstoff" ist, aber die Hormone der Menschen funktionierten besser als heute. Kein Wunder. Das Wunder ist, dass wir heute eine Endokrinologin brauchen, die uns sagt, was jede Großmutter wusste.