Sechzehn Festnahmen in vierundzwanzig Stunden, alle wegen Drogen: Die Polizei arbeitet - aber woher kommen so viele Leute?
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12.04.2026
Es gibt eine Nachricht, die im mazedonischen Bauwesen fast ungewöhnlich klingt: Eine heimische Firma wird nach mehreren Jahrzehnten wieder Hauptauftragnehmer einer Autobahn im Land sein. Granit AD Skopje, eine der größten und bekanntesten Baufirmen des Landes, wird ein Konsortium anführen, das die Autobahn Skopje-Blace bauen wird. Die Arbeiten beginnen, wie angekündigt, in diesem Sommer.
Warum ist das an sich eine Nachricht? Weil in den vergangenen Jahrzehnten die großen Infrastrukturprojekte hier regelmäßig in die Hände ausländischer Auftragnehmer gingen - türkischer, chinesischer, italienischer - während heimische Firmen bestenfalls eine Rolle als Subunternehmer bekamen. Wenn eine mazedonische Firma wieder Hauptauftragnehmer eines solchen Projekts wird, bedeutet das, dass das Geld, die Arbeitsplätze und die Erfahrung zu Hause bleiben, statt über die Grenze zu gehen.
Die Autobahn Skopje-Blace ist strategisch wichtig - sie ist die direkte Verbindung zum Grenzübergang Richtung Kosovo, einer der am stärksten frequentierten Routen der Region. Eine verbesserte Straße dort bedeutet schnelleren Transport von Waren und Menschen und die Anbindung, die die Wirtschaft längst braucht.
Dennoch trägt diese Nachricht auch die übliche Balkan-Vorsicht. Ankündigungen, dass die Arbeiten "in diesem Sommer" beginnen, können sich bei uns über Jahre ziehen, und die Budgets neigen dazu, unterwegs zu wachsen. Dass eine heimische Firma das Projekt leitet, ist eine gute Nachricht; ob es termingerecht, im Budget und ohne die üblichen Aufblähungen fertig wird, wird die Zeit zeigen. Vorerst ist wenigstens der Start dort, wo er sein sollte - zu Hause.
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