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Ende einer Etihad-Ära: Guardiola verlässt Manchester City nach 10 Jahren und 20 Trophäen

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Zehn Jahre. Sechs Premier-League-Titel. Die erste Champions League für Manchester City in der Geschichte. Und nun - Schluss. Laut Daily Mail wird Pep Guardiola die Bank nach dem letzten Spiel am Sonntag gegen Aston Villa verlassen, die offizielle Bekanntgabe wird vor der Bus-Parade mit offenem Verdeck am Montag erwartet.

Der 55-jährige Spanier verlässt das Etihad als erfolgreichster Trainer in der Vereinsgeschichte - 20 große Trophäen, vier aufeinanderfolgende Premier-League-Titel und ein völlig neuer Standard für Ballbesitz im englischen Fußball. City hat mehrere Geschäftspartner bereits informiert, dass eine „historische Mitteilung" unterwegs ist.

Guardiola hatte noch ein Jahr Vertrag, doch die Spekulationen über seinen Abgang laufen seit Monaten. Der spanische Taktiker wies die Fragen jedes Mal mit Nicht-Antworten beiseite - und nun sieht es so aus, als hätte er selbst den richtigen Moment für den Schritt zur Seite gewählt. Es besteht die Möglichkeit, dass er in der größeren Struktur der City Football Group bleibt, doch die Bank am Sonntag gegen Aston Villa wird höchstwahrscheinlich seine letzte sein.

Die Saison ist allerdings nicht zu Ende. City kämpft mit Arsenal noch um den Titel, spielt am Dienstag zuerst gegen Bournemouth und dann das emotionale Match gegen Villa. In der Zwischenzeit hat sich die Debatte bereits darauf verschoben, wen City als Nachfolger findet - und zwei Namen tauchen auf: Enzo Maresca und Vincent Kompany, mit Maresca als Favorit.

Der Italiener kennt das Innenleben von City aus seiner Zeit als Guardiolas Assistent. Nach dem Europa-League-Triumph mit Chelsea in der vergangenen Saison wurde er zu einem der gefragtesten Namen Europas. Sein Positionsspiel erbt die Kernprinzipien Guardiolas, bringt aber eine ruhigere Pragmatik mit sich - genau das, was dieses City für die nächste Phase braucht.

Die Frage, die sich alle stellen, ist, ob irgendjemand Guardiola wirklich ersetzen kann. Zehn Jahre einer Ära, und das ohne Vorbild im englischen Fußball. Die Balkan-Fans von City - und es gibt viele von Skopje bis Belgrad - werden sich an diesen Sonntag noch lange erinnern.