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Ab Mitternacht teurer: Benzin und Diesel in Nordmazedonien legen um 100 bis 125 Denar pro Tankfüllung zu

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Ab heute Mitternacht werden Kraftstoffe in Nordmazedonien teurer. Benzin EUROSUPER BS-95 steigt um 2 Denar pro Liter, EUROSUPER BS-98 und Diesel um 2,5 Denar. Durchschnittlicher Anstieg: 1,84 Prozent. Das Ergebnis: Eine Standardtankfüllung von 50 Litern kostet jetzt etwa 100 Denar mehr für Benzin und bis zu 125 Denar mehr für Diesel.

Die neuen Höchstpreise der Energieregulierungskommission: 87 Denar für BS-95, 89 Denar für BS-98 und 92 Denar für Diesel. Mit OKTA-Rabatt liegen die Preise in allen drei Kategorien um 2 Denar niedriger - aber für einen Durchschnittshaushalt ist das ein marginaler Unterschied.

Die Regulierungskommission begründet die Erhöhung mit steigenden Weltmarktpreisen - Benzin ist auf den internationalen Märkten um fast 5 Prozent gestiegen, dazu kommt die Instabilität durch die Spannungen im Nahen Osten. Brent-Rohöl liegt bei rund 110 Dollar pro Barrel.

Und die Regierungsmaßnahmen? Die um 2 Denar pro Liter gesenkte Verbrauchsteuer und die ermäßigte Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf Benzin bleiben in Kraft. Ohne sie wären die Preise noch höher. Mit ihnen - immer noch teurer als letzte Woche.

Für mazedonische Familien bedeutet das, dass das Kraftstoffbudget einen immer größeren Teil der Gesamtausgaben auffrisst. Mieten steigen, Lebensmittelpreise steigen, der Sprit steigt - die Löhne bleiben dort, wo sie waren. Der mazedonische Durchschnittslohn folgt der Inflation mit sechs Monaten Verspätung, und das ist die dritte Spritpreiserhöhung in diesem Jahr.

Die Frage, der Politiker offen ungern antworten: Wie viel Zusatzeinnahmen erzielt der Staat über Verbrauchsteuer und Mehrwertsteuer bei jeder Spritpreiserhöhung? Wie viel davon fließt als Subventionen oder Sozialhilfe zurück? Wie viel wird in „Megaprojekte" und Infrastrukturvorhaben gesteckt, die selten fertig werden? Diese Zahlen existieren - aber niemand will sie ohne Parteifilter herausgeben.