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Ein Kleid, drei Looks und kein einziger Hochzeitsplaner: die Braut auf La Toja organisierte ihre Hochzeit mit über 300 Gästen selbst

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Ein Kleid, drei Looks und kein einziger Hochzeitsplaner: die Braut auf La Toja organisierte ihre Hochzeit mit über 300 Gästen selbst

Die meisten Brautkleider werden einen Tag getragen und wandern danach in eine Schachtel. Carlota löste das anders: Sie wählte ein Kleid, das sich im Lauf desselben Abends dreimal verändert, und tanzte am Ende der Nacht in etwas, das nicht mehr aussah wie das, worin sie geheiratet hatte.

Die Hochzeit fand am 23. August 2025 auf der Insel La Toja in O Grove, Pontevedra, in Galicien statt. Die Zeremonie war in den Gärten des Veranstaltungspalastes, mit mehr als 300 Gästen. Die Gäste kamen mit dem Bus. Braut und Bräutigam kamen mit dem Boot.

Das Kleid ist das Modell „Mona Princess“ von Sophie et Voila, dem von Saioa Goitia gegründeten Haus, genäht aus Doppelkrepp. Der Ausschnitt ist ein U-Boot-Ausschnitt, am unteren Saum sitzt abnehmbarer Tüll, Lage für Lage gesetzt. Keine Schleppe. „Ich hatte keine klare Vorstellung, wie mein Kleid aussehen soll, nur eine Idee, was mir stehen könnte“, sagt Carlota. Was sie wollte, war konkreter: „Ich wollte ein Kleid, das ich bis zum Schluss genießen kann.“

So kam es auch. Für die Zeremonie kam ein Schleier dazu. Beim Essen trug sie Tüllhandschuhe. Vor dem Tanz wurde der Tüll unten abgenommen, und das Kleid war ein anderes. Nichts davon verlangte ein zweites Kleid.

Die Details ringsum waren ebenfalls ausgewählt, nicht schnell gekauft. Schuhe aus der Kollektion „Le Coeur“ von Maison Alaia. Rosetten-Ohrringe mit Diamanten und Saphiren von Del Paramo Vintage, und ein Diamantarmband, das ihrer Mutter gehört hatte. Ein tiefer, romantischer Dutt, im Salon gemacht. Zurückhaltendes Make-up, mit Betonung auf dem Licht der Haut.

Der Strauß bestand aus genau 27 Stielen weißer Rosen der Sorte „White Majolika“, in bewusst ungleichen Längen. Die florale Dekoration setzte auf englische Altrosen, mehrere Hortensienarten, Flieder, Dahlien, Lisianthus, Cosmea, Cobaea-Ranken und Jasminbeete.

Der Abend lief nach einem Ablauf ohne Leerlauf: ein Streichtrio vor dem Meer während der standesamtlichen Zeremonie, eine Jazzband zum Aperitif, danach ein Livekonzert und Tanz in der Galerie am Meer, und zum Schluss eine Retro-Disco im Hotel.

Ein Detail erklärt die ganze Hochzeit besser als sämtliche Blumen: Die Organisation lag bei der Braut selbst. „Um die Organisation der Hochzeit habe ich mich gekümmert“, sagt sie knapp. Dreihundert Gäste, ein Boot, drei Looks aus einem Kleid und kein einziger Hochzeitsplaner. Bei uns wäre das entweder eine Meisterleistung oder ein Familienkrach, und höchstwahrscheinlich beides.