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Mülldeponie „Krasta" brennt wieder: 67 Jahre Betrieb „nicht standardmäßig", 100.000 Bewohner tragen den Schaden

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Die Mülldeponie „Krasta" im Raum Kumanovo brennt wieder - und das im frühen Frühling, in dem normalerweise Brandschutzvorbereitungen getroffen werden, nicht Brände gelöscht. Das Feuer brach gestern am späten Nachmittag aus, und Rettungsteams von JP „Čistoća i zelenilo" - Kumanovo arbeiten an der Lokalisierung.

„Das Feuer brach am späten Nachmittag aus. Die Teams reagierten sofort und sind heute vor Ort. Wir haben zwei Bulldozer, die das Feuer mit Erde abdecken, und wir hoffen, den Brand bald vollständig zu löschen", sagte Sašo Tomić, Direktor des kommunalen Unternehmens.

Die Zahlen rund um „Krasta" sind brutal lehrreich. Die Deponie ist seit 1958 in Betrieb. 67 Jahre. Sie umfasst 12,5 Hektar. Sie nimmt täglich 100-120 Tonnen Müll aus einer Stadt mit über 100.000 Einwohnern auf. Und sie funktioniert offiziell weiterhin als „nicht standardgerechte Deponie" - das heißt, sie hat kein einziges Element, das eine moderne Deponie haben sollte: undurchlässige Basis, Sickerwasserfiltration, Gaskontrolle, Brandschutzsystem.

Den Plänen zufolge soll „Krasta" in eine Umladestation mit einer Kapazität von 10.000 Tonnen umgewandelt werden, mit Zonen für Sortierung, Recycling und Kompostierung. Den Plänen zufolge - das ist wichtig zu wiederholen. Diese Pläne existieren seit mindestens zehn Jahren, in unterschiedlichen Versionen und unter unterschiedlichen kommunalen Verwaltungen. Sie sind weiterhin „in Planung".

Die Frage, die niemand laut stellt: Wie viele Jahre kann Kumanovo mit einer Deponie leben, die mehrfach jährlich brennt? Geschlossene Fenster? Kinder mit Asthma? Geruch von brennendem Kunststoff in den Höfen quer durch die Stadtviertel? Das ist die stille Rechnung, die 100.000 Bürger zahlen - nicht in Denar, sondern in ihrem Atmungssystem.

Zwei Bulldozer werden das Feuer ersticken. Bis zum nächsten Mal.