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Sohn auf einem Ohrider Boulevard angegriffen, einer der Angreifer mit Pistole - festgenommen hat die Polizei den Vater

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Sohn auf einem Ohrider Boulevard angegriffen, einer der Angreifer mit Pistole - festgenommen hat die Polizei den Vater

Um 22:15 Uhr griffen auf dem Boulevard „Turisticka“ in Ohrid mehrere Personen einen Minderjährigen körperlich an. Eine von ihnen hatte eine Pistole. Der Vater des Jungen richtete daraufhin ein Luftgewehr auf die Gruppe. Die Polizei nahm fest - den Vater.

Laut Bulletin der Polizei Ohrid ereignete sich der Vorfall am 27. August. Festgenommen wurde P.S., ein 47-jähriger Einwohner Ohrids, nach einer Anzeige, er habe ein Luftgewehr auf mehrere Personen gerichtet - darunter eine mit einer Pistole -, die auf dem Boulevard seinen minderjährigen Sohn körperlich angegriffen hatten. Die Polizei ergreife Maßnahmen zur vollständigen Aufklärung des Vorfalls, danach werde der entsprechende Schriftsatz eingereicht.

Der Satz, der in der Mitte steht

„Darunter eine mit einer Pistole“ ist eine Formulierung, die in einer Polizeimeldung unbemerkt durchgeht und in Wahrheit das ganze Gewicht des Vorfalls trägt. Sie bedeutet, dass auf einem Hauptboulevard Ohrids, in der Touristensaison, um zehn Uhr abends, jemand bei einem Angriff auf einen Minderjährigen eine Pistole zog.

Das Bulletin nennt, wer festgenommen wurde. Es sagt nicht, ob einer der Angreifer festgenommen wurde, ob die Pistole sichergestellt wurde, ob sie legal ist, ob die Person identifiziert wurde. Das heißt nicht, dass die Polizei nicht daran arbeitet - „es werden Maßnahmen zur vollständigen Aufklärung ergriffen“ deckt alles ab. Aber die Öffentlichkeit erfährt aus der Meldung einen Namen und ein Alter, und es ist das des Vaters.

Was rechtlich gilt und was menschlich nachvollziehbar ist

Rechtlich hat die Festnahme ihre Logik. Eine Waffe auf Menschen zu richten, auch ein Luftgewehr, ist eine Tat, auf die die Polizei reagieren muss, unabhängig von den Umständen. Die Umstände wägt das Gericht ab, nicht die Streife.

Aber wenn die Meldung dort endet, bleibt ein Bild, in dem der Mann, der zu seinem Sohn gelaufen ist, der Einzige mit Namen im Fall ist. Und dieses Bild liest jeder Elternteil in Ohrid auf eine bestimmte Weise.

Die Frage an die Polizei Ohrid ist nicht, warum der Vater festgenommen wurde. Die Frage ist, wann man erfährt, was mit den Übrigen geschah - mit denen, die angefangen haben, und mit dem mit der Pistole. Denn wenn der zweite Teil dieses Falls nie eine eigene Meldung bekommt, dann ist das Bulletin vom 27. August kein Bericht über einen Angriff auf einen Minderjährigen, sondern nur eine Nachricht über einen festgenommenen Ohrider.