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Acht Monate ohne Lohn gearbeitet, und als er sein Geld verlangte, kamen Drohungen: Mann aus Negotino zeigt Betrug über 280.000 Denar an

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Acht Monate ohne Lohn gearbeitet, und als er sein Geld verlangte, kamen Drohungen: Mann aus Negotino zeigt Betrug über 280.000 Denar an

Ein Mann aus Negotino arbeitete acht Monate lang, ohne Lohn zu bekommen. Als er sein Geld verlangte, erhielt er Beleidigungen und Drohungen am Telefon. Danach ging er zur Polizei.

Laut Anzeige begann er im September 2025 zu arbeiten, mit einem vereinbarten Monatslohn. Von Januar bis August 2026 bekam er keinen einzigen Denar. Der angezeigte Gesamtschaden beträgt rund 280.000 Denar, also etwa 4.550 Euro.

Im Polizeibericht steht, dass der Beschuldigte ihn in einem Telefongespräch beleidigt und bedroht habe, als der Arbeiter die Auszahlung des Verdienten forderte. Die Polizei teilte mit, sie ergreife Massnahmen zur vollständigen Aufklärung der Umstände.

Acht Monate sind lang, um zu bleiben

Die Frage, die sich aufdrängt, ist nicht, warum der Mann Anzeige erstattete, sondern warum er so lange wartete. Acht Monate Arbeit ohne Lohn bedeuten acht Monate Rechnungen, Essen und Sprit, die von woanders bezahlt wurden - aus Ersparnissen, von der Familie, per Kredit.

Die Antwort kennt jeder, der in einer kleineren Stadt gearbeitet hat: Man bleibt, weil es nirgendwo hingeht, weil das Versprechen „nächsten Monat ganz sicher“ jeden Monat kommt, und weil eine Anzeige den Bruch mit dem einzigen erreichbaren Arbeitgeber bedeutet.

Genau deshalb ist dieser Fall nicht nur eine Strafanzeige wegen Betrugs. Er ist ein Bild der Kräfteverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt ausserhalb der Hauptstadt, wo der Arbeiter genau eine Option hat und der Chef mehrere.

Wo war die Aufsicht

Die Staatliche Arbeitsinspektion existiert und ist für genau das zuständig - für nicht ausgezahlte Löhne. Acht Monate Nichtzahlung lassen sich nicht leicht verbergen; das hinterlässt Spuren in den Sozialabgaben, in den Aufzeichnungen, in den Konten.

Der Fall liegt jetzt bei der Polizei als Betrug über 280.000 Denar. Aber bevor er eine Straftat wurde, war er eine fast ein Jahr andauernde Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Ob in diesen Monaten jemand von der Arbeitsinspektion in dieser Firma aufgetaucht ist, beantwortet keine Mitteilung - und von der Antwort hängt ab, wie viele ähnliche Fälle dort sitzen, wo dieser bis gestern sass.