Skip to content

Orban lehnte Ukraine ab: Ohne Oel durch Druschba - keine 90 Milliarden Euro

1 Min. Lesezeit
Teilen

Orban hat Kiews Angebot abgelehnt: keine Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits, solange kein Oel durch die Druschba fliesst. Kein Oel, kein Geld - so einfach ist das, wenn europaeische Werte wie auf dem Wochenmarkt gehandelt werden.

Die Ukraine signalisierte Bereitschaft, die russischen Oellieferungen durch die Druschba-Pipeline bereits am Montag wieder aufzunehmen, aber unter der Bedingung, dass Ungarn zuerst seine Blockade des europaeischen Kreditpakets fuer Kiew aufhebt. Orban sagte nein - zuerst Oel, dann reden wir.

Die Druschba-Pipeline ist seit Ende Januar ausser Betrieb. Fuer Ungarn ist das nicht nur eine Energiefrage - es ist eine Frage der Souveraenitaet und des Preises, den Budapest fuer einen Konflikt zahlt, der nicht seiner ist.

Aber der Kontext ist breiter. Die Oppositionspartei Tisa unter Peter Magyar gewann bei den letzten Wahlen eine Supermehrheit - 141 von 199 Parlamentssitzen. Orban ist auf dem Weg hinaus. Ist dieser Schritt ein letzter Versuch, die Oelversorgung zu sichern, bevor er die Schluessel uebergibt?

Europa schaut zu, wie zwei Laender mit Oel und Krediten handeln, waehrend der Krieg tobt. Kiew bietet Oel fuer Geld, Budapest verlangt Oel vor Geld. Am Ende wissen beide Seiten, dass Energie die einzige Waehrung ist, die in diesem Spiel wirklich zaehlt.