Bitola versammelte alle an einem Tisch: Minderjährige in Lokalen, Drogen, wilde Roller - doch folgt dem Protokoll auch eine Tat?
12.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Porfirije, ist von einem Gericht in Ljubljana verurteilt worden - eine Nachricht, die schon für sich genommen selten ist, denn einen obersten Kirchenführer vor einem Zivilgericht im Nachbarland sieht man nicht jeden Tag.
Das Regionalgericht in Ljubljana verurteilte den Patriarchen und die Ljubljanaer Gemeinde der SOK zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten Haft, mit einem Jahr Bewährungsfrist, sowie zu einer bedingten Geldstrafe von 10.000 Euro jährlich. Die Synode der SOK reagierte heftig, nannte das Urteil "skandalös" und behauptete, weder der Patriarch noch sein Vertreter seien überhaupt darüber informiert worden, dass ein Verfahren gegen sie geführt werde.
Der Kern des Streits ist innerkirchlich: Die Klage reichte ein abgesetzter Priester, Zeljko Lubarda, ein, und sie betrifft Fragen der Kirchenernennungen und der Versetzung von Gemeindepriestern. Die Synode hält es für Angelegenheiten, die ausschließlich in die kanonische Zuständigkeit der Kirche fallen, und dass das Gericht mit seiner Einmischung sowohl das Abkommen über den Rechtsstatus der SOK als auch das slowenische Religionsfreiheitsgesetz verletzt habe.
Hier wird die Geschichte größer als ein einzelner Streit. Wenn ein Zivilgericht darüber entscheidet, wer wen in einer Kirche ernannt hat, öffnet sich die alte Frage, wo der Staat endet und die Religionsgemeinschaft beginnt - eine Frage, die selbst auf dem Balkan, wo Kirche und Politik selten weit voneinander entfernt sitzen, nie einfach war. Die Synode nannte den Prozess "kafkaesk" und rief den Patriarchen auf, keine Berufung einzulegen. Ob das eine Prinzipienfrage ist oder ein Kalkül, dass Schweigen mehr wiegt als ein Kampf - das wird jeder für sich beurteilen.
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