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Milanović schlug beim NATO-Gipfel Alarm: Serbien hat israelische Raketen, und Kroatien wird symmetrisch antworten

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Milanović schlug beim NATO-Gipfel Alarm: Serbien hat israelische Raketen, und Kroatien wird symmetrisch antworten

Auf dem NATO-Gipfel in Ankara verschwieg der kroatische Präsident Zoran Milanović ein Thema nicht, das viele in der Region lieber meiden: die Aufrüstung Serbiens. Milanović erklärte offen, Serbien besitze israelische Raketen mit großer Reichweite - nach seinen Worten mit einer Reichweite von mehreren hundert Kilometern - und es sei seine Pflicht gewesen, das vor dem Bündnis anzusprechen. „Die NATO muss davon etwas wissen", sagte er.

Der kroatische Präsident ging noch einen Schritt weiter und kündigte an, Kroatien werde „symmetrisch" antworten müssen - sich also mit etwas Ähnlichem ausrüsten, wie er sagt, aus Verteidigungsgründen. Damit kehrte die alte Balkan-Logik an den Tisch zurück: Sobald der Nachbar Waffen kauft, musst auch du, denn sonst bleibst du „verwundbarer". Die Spirale kennen wir auswendig - jeder rüstet auf „nur zur Verteidigung", und am Ende sitzt die ganze Region auf einem größeren Waffenberg als vor zehn Jahren.

Serbien modernisiert seit Jahren offen seine Armee und beschafft Technik aus Russland, China und nun laut diesen Behauptungen auch aus Israel. Ob es wirklich um Raketen solcher Reichweite geht oder um eine politisch alarmierende Vorstellung vor den Kameras beim Gipfel, ist ohne unabhängige Daten schwer zu bestätigen. Milanović ist ein Politiker, dem scharfe Rhetorik gegenüber Belgrad zu Hause nie geschadet hat.

Aber lassen wir beiseite, wer wem wie viel glaubt. Der Punkt für den gewöhnlichen Bürger auf dem Balkan ist ein anderer und einfacher: Während die Führer sich messen, wer die längeren Raketen hat, geht kein einziger dieser Millionen Euro in Krankenhäuser, Schulen oder Löhne. Eine Region, die sich seit Jahrzehnten von Menschen leert, die ins Ausland fliehen, findet plötzlich ein Budget für Waffen. Jedes Wettrüsten auf dem Balkan hat denselben Preis - ihn zahlen die, die bleiben.