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Trump zitiert Vucic, und Belgrad feiert: wie in einer Generation der Feind Nummer eins zum willkommenen Gast wurde

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Trump zitiert Vucic, und Belgrad feiert: wie in einer Generation der Feind Nummer eins zum willkommenen Gast wurde

Donald Trump teilte auf seiner Plattform "Truth Social" einen Beitrag über den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic - eine Geste, die in Belgrad als Zeichen gelesen wird, dass die Beziehungen Washington-Serbien nie besser waren. Der Beitrag gab Vucics Worte wieder, dass die Unterstützung für Amerika in Serbien unter der jetzigen US-Regierung "plötzlich steil angestiegen" sei.

Vucic ging noch weiter - er lud Trump nach Belgrad ein. Er betonte, die Stimmung unter den serbischen Bürgern habe sich geändert, obwohl die Erinnerungen an die NATO-Bombardierung von 1999 tief verankert bleiben. Und genau darin liegt die eigentliche Geschichte: wie in einer Generation der Feind Nummer eins zum willkommenen Gast wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Vucics Botschaft verstärkt - zuvor teilte er ein Interview von ihm von Ende Mai. Jedes solche Teilen wird in Belgrad als diplomatische Trophäe empfangen, als Beweis, dass Serbien am richtigen Tisch sitzt. Aber es lohnt sich zu fragen - wenn der Mächtige dich zitiert, ist das eine Partnerschaft unter Gleichen oder nur eine nützliche Aussage, die ihm im Moment dient?

Für den Balkan ist das Spiel bekannt. Kleine Staaten messen ihren Erfolg oft daran, wie viel Aufmerksamkeit sie von den Großen bekommen, und ein einziges Teilen in sozialen Medien wird zur Titelnachricht. Die Frage, die selten gestellt wird, ist, was der einfache Bürger konkret von dieser Wärme zwischen den Führern hat - ein besseres Leben oder nur das Gefühl, dass ein Großer sie endlich bemerkt hat. Die Diplomatie der Komplimente sieht auf dem Bildschirm schön aus, aber ihr Wert misst sich erst, wenn sie sich in etwas Greifbares verwandelt.