Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?
25.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Gerechtigkeit kam ein halbes Jahr zu spät, aber sie kam. Sait Saitov (19) aus Skopje, der im Januar in Kapištec eine 79-jährige Frau überfuhr und sofort aus dem Land floh, wurde schließlich aus Serbien ausgeliefert und nach Hause zurückgebracht. Das Innenministerium teilte mit, dass Untersuchungshaft angeordnet wurde und er für das weitere Verfahren im Gefängnis „Skopje" untergebracht ist.
Die Erinnerung an das Geschehene ist hart. Am 9. Januar 2026 erfasste Saitov mit einem VW Passat - ohne Führerschein - Ljuba Jakovleska, die später an ihren Verletzungen starb. Am selben Tag verließ er das Land, und zwei weitere Personen - ein Mann und eine Frau - werden beschuldigt, ihm bei der Flucht über den Grenzübergang Tabanovce nach Serbien geholfen zu haben.
Gegen ihn war ein internationaler Haftbefehl wegen Straftaten gegen die Verkehrssicherheit und unterlassener Hilfeleistung an einer verletzten Person ausgestellt worden. Nun drohen ihm auch Anklagen wegen Gefährdung des öffentlichen Verkehrs. Kurz gesagt - er tat alles, was eine Flucht noch schwerwiegender machen kann: Er fuhr ohne Führerschein, erfasste jemanden, half nicht und floh mit fremder Hilfe über die Grenze.
Die offene Frage ist nicht, ob er zur Verantwortung gezogen wird - das ist nun sicher - sondern wie lange eine solche Rückführung dauert und warum die Flucht überhaupt möglich war. Wenn jemand Stunden nach einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht Tabanovce überqueren kann, liegt das Problem nicht nur bei einem 19-Jährigen, sondern auch bei der Frage, wer die Grenze an jenem Tag bewachte. Gerechtigkeit, die nach sechs Monaten kommt, ist dennoch Gerechtigkeit; aber für Ljubas Familie kehren diese sechs Monate nicht zurück.
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