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Unfertige Gebäude für 50 Millionen aus IPARD ins Kataster eingetragen: Betrug mit europäischem Geld

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Unfertige Gebäude für 50 Millionen aus IPARD ins Kataster eingetragen: Betrug mit europäischem Geld

Geld, das für die Entwicklung ländlicher Gebiete bestimmt war, ist erneut zum Ziel von Betrug geworden. Die Finanzpolizeibehörde erstattete Strafanzeige gegen fünf Privatpersonen und zwei Unternehmen wegen des Verdachts, mit gefälschten Unterlagen versucht zu haben, über 50 Millionen Denar (rund 815.000 Euro) aus dem europäischen IPARD-Programm abzuschöpfen.

Der Mechanismus war laut Anzeige ebenso einfach wie dreist. Zwei Bauaufsichts-Ingenieure führten angeblich technische Prüfungen unfertiger Gebäude durch und stellten falsche Berichte aus, dass diese fertiggestellt seien. Mit diesen Unterlagen trugen die Unternehmen die unfertigen Bauten dann ins Kataster ein, obwohl sie die gesetzlichen Nutzungsvoraussetzungen nicht erfüllten.

Die Vorwürfe umfassen Amtsmissbrauch, Fälschung von Geschäftsunterlagen, Betrug mit EU-Mitteln und die Verwendung falscher Dokumente. Die genaue Summe, die sie kassieren wollten, beläuft sich auf 50.141.528 Denar. Die Fälle wurden an die Grundstaatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und an die Staatsanwaltschaft Skopje weitergeleitet.

Das Schema ist bis zur Langeweile bekannt: Der Staat vergibt Geld für die Entwicklung, jemand findet einen Weg, es abzuziehen, ohne irgendetwas zu bauen, und am Ende zahlen alle, die ehrlich in der Schlange warten. Die Finanzpolizei reagierte diesmal - aber die Frage ist, wie viele solcher „unfertigen Gebäude" unbemerkt durchgingen, bevor jemand den Trick bemerkte. IPARD soll Dörfer bauen, nicht jemandes gefälschte Papiere.