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Sarah Ferguson besuchte Epstein im Gefängnis und nannte ihn eine „Legende" - jetzt sagt sie, sie sei getäuscht worden

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Sarah Ferguson besuchte Epstein im Gefängnis und nannte ihn eine „Legende" - jetzt sagt sie, sie sei getäuscht worden

Wenn eine königliche Figur behauptet, sie sei „getäuscht" worden, lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen. Neue Dokumente belegen, dass Sarah Ferguson, die Herzogin von York, Jeffrey Epstein 2009 zweimal besuchte - während er formell eine Strafe für Sexualverbrechen verbüßte.

Britischen Medien zufolge fanden die beiden Treffen in einem Büro in Palm Beach, Florida, statt, in dem eine Scheinorganisation namens „Florida Scientific Foundation" untergebracht war - ein Vorwand, den Epstein schuf, um die Erlaubnis zu erhalten, während der Haft zu arbeiten. Der erste Besuch war im April 2009. Ferguson schickte ihm eine Nachricht mit der Frage, ob sie einen „schnellen Tee" trinken könnten, und unterzeichnete als „Sarah, die Rothaarige". Nach dem Treffen schrieb Epstein ihr, sie habe „wunderbar" ausgesehen.

Ihre Antwort ist es, die sich heute schwer lesen lässt: „Mein lieber, spektakulärer und besonderer Freund Jeffrey. Du bist eine Legende und ich bin sehr stolz auf dich. Danke, dass du dich um mich kümmerst." Der zweite Besuch war im Mai desselben Jahres - Epsteins Fahrer holte sie vom Flughafen ab. Später in jenem Sommer schrieb er an seine Mitarbeiterin Ghislaine Maxwell: „Ferg und die zwei Mädchen sind gekommen", womit er Ferguson und ihre Töchter meinte.

Ein Vertreter der Herzogin behauptet, sie sei „von seinen Lügen getäuscht" worden und habe ihn öffentlich verurteilt, sobald sie die Schwere der Vorwürfe begriff. Vielleicht. Doch die Briefe, in denen sie ihn eine „Legende" nennt, wurden nicht von jemandem geschrieben, der getäuscht wurde - sondern von jemandem, der in jenem Moment nichts Problematisches sah. Der Unterschied zwischen „Ich wusste es nicht" und „Ich wollte es nicht wissen" ist wesentlich, und genau ihn wollen die Königshäuser am meisten verwischen. Die Frage ist nicht, ob Ferguson vor 17 Jahren fehlte - sondern warum die Wahrheit erst jetzt herauskommt, da alle Hauptakteure tot oder verurteilt sind.