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Trump will Kinderimpfstoffe auf fünf Dosen aufteilen: Ein Arzt sagt, so würden sie vor gar nichts schützen

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Trump will Kinderimpfstoffe auf fünf Dosen aufteilen: Ein Arzt sagt, so würden sie vor gar nichts schützen

Der US-Präsident kündigte an, seine Regierung werde einen neuen Impfplan für Kinder empfehlen: bestimmte Impfstoffe sollen in fünf kleinere, getrennte Injektionen im Abstand von jeweils sechs Monaten aufgeteilt werden. Begründet wird das damit, die Zahl der Autismusfälle werde dadurch dramatisch sinken.

Die Wissenschaft hat darauf seit zwanzig Jahren eine klare Antwort. Ein Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus wurde in keiner ernsthaften Studie gefunden.

Dr. Paul Offit, Leiter des Vaccine Education Center am Kinderkrankenhaus Philadelphia, wies den Vorschlag knapp zurück. Die Dosis zu senken und zugleich die Zahl der Einstiche zu erhöhen, erklärte er, mache einen Impfstoff nicht sicherer - es mache ihn wirkungslos. „Was er vorschlägt, würde nicht funktionieren“, sagte Offit. „Im Grunde will er, dass Impfstoffe so verabreicht werden, dass sie überhaupt keinen Schutz bieten.“

Er verwarf auch die These, Impfungen überlasteten das Immunsystem eines Kindes. Die tägliche Immunreaktion eines Kindes, so Offit, sei weit größer als alles, was eine einzelne Impfung mit sich bringt. Die Vorstellung, Impfstoffe überforderten die Immunabwehr und verursachten chronische Krankheiten, sei eine Erfindung.

Das ist nicht das erste Mal

Im August wurde eine Verfügung mit ähnlicher Absicht unterzeichnet; damals wurde vorgeschlagen, den Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln auf drei Injektionen aufzuteilen - ebenfalls ohne wissenschaftliche Begründung. Die Standarddosis dieses Impfstoffs beträgt 0,5 Milliliter, etwa ein Zehntel Teelöffel.

Bei dem Auftritt stand neben dem Präsidenten Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Einen Tag zuvor war Kennedy auf einer Konferenz einer impfkritischen Vereinigung mit Applaus empfangen worden, wo er den Anwesenden sagte, sie hätten im Weißen Haus „einen starken und unerschütterlichen Freund“.

Das ist der Teil, den man sich merken sollte. Es geht nicht um einen Fehler beim Lesen von Daten - es geht um Politik, die der Mann trägt, der über die öffentliche Gesundheit von 340 Millionen Menschen entscheidet.

Und solche Entscheidungen bleiben nicht in einem Land. Impfskepsis reist schneller als jeder Impfstoff und legt sich gewöhnlich erst, wenn eine Krankheit zurückkehrt, die wir längst vergessen glaubten. Wie viele neue Ausreden bekommen Eltern, die ohnehin schwanken?