Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
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12.04.2026
Schläfst du auf dem Rücken? Du bist offenbar ein „dominanter Führer mit Kontrollbedürfnis". Schläfst du zusammengerollt wie ein Fötus? Hart außen, empfindsam innen. Die psychologischen Tests und die ganze freudianische Fragebogenindustrie blicken gelangweilt auf diese Theorie und glauben ihr nicht mehr. Trotzdem tauchen Artikel über „Schlafposition und Persönlichkeit" jede Saison wieder auf.
Die sechs traditionell genannten Positionen - Fötus, Baumstamm (auf der Seite mit Armen unten), Sehnsüchtige (auf der Seite mit Armen oben), Soldat (Rücken mit Armen am Körper), Bauchlage und Seestern - bekommen in der Popularpsychologie verschiedene Zuschreibungen. „Baumstämme" sind „entspannt und sozial", Soldaten „diszipliniert und zurückhaltend", Bauchschläfer „ängstlich und nervös". Klingt gut auf einer Cocktailparty, hält aber wissenschaftlich nicht stand.
Die Klinische Psychologin Montserrat Guerra ist direkt: „Schlussfolgerungen zur Persönlichkeit aus einem einzigen konkreten Verhalten, wie der Schlafposition, sind nicht sehr verlässlich." Das ist das Grundproblem der gesamten „Schnelltest"-Industrie - eine einzige Variable, und ein ganzer Schluss darauf gebaut.
Was bestimmt die Schlafposition tatsächlich? Komfort. Rücken- oder Nackenschmerzen. Temperatur. Der Matratzentyp. Ein Partner, der mehr als die Hälfte des Bettes einnimmt. Diese Faktoren sind immer stärker als irgendwelche „psychologischen Neigungen" - das wurde in einer Reihe von Schlafqualitätsstudien untersucht, und die Ergebnisse sind konsistent.
Und doch zieht uns etwas an dieser Geschichte. Wir wollen glauben, dass auch im unbewussten Zustand der Körper etwas über unser Inneres verrät. Vielleicht liegt darin etwas - aber nicht in diesem wörtlichen Sinn. Wechselst du nachts oft die Position, bist du wahrscheinlich wegen irgendetwas angespannt. Schläfst du fest in einer Position, bist du wahrscheinlich müde oder in einer Routine. Das ist alles. Kein „psychologisches Porträt", nur eine einfache biologische Reaktion.
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