Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
25.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Der Direktor der Mazedonischen Eisenbahnen-Infrastruktur, Siniša Ivanovski, hat zugegeben, was jeder Bürger, der je mit einem mazedonischen Zug gefahren ist, bereits weiß: „Die Gleise sind in katastrophalem Zustand." Aber gleichzeitig versprach er, dass sie dennoch bereit sein werden für einen Stadtzug im September dieses Jahres.
Der Plan ist ehrgeizig. Drei Linien sollen am zentralen Bahnhof in Skopje zusammenlaufen: aus Zelenikovo, aus Gjorče Petrov und aus Ilinden. Die erste Linie - Zelenikovo zum Transportzentrum, etwa 25 Kilometer - wird umgebaut. Nach Fertigstellung soll sie 80 km/h erreichen.
Die anderen beiden Linien sind das Problem. „Auf diesen Abschnitten gibt es Gleise, aber im Gegensatz zur Zelenikovo-Strecke haben sie keinen Verkehr und sind in sehr schlechtem Zustand", sagt Ivanovski. Die Ausschreibungen für diese Projekte wurden kürzlich veröffentlicht, mit geplantem Bau Ende 2026 bis 2027.
Die Realität hinter dem Plan: Die Gleise sind in katastrophalem Zustand, gibt Ivanovski zu. Und im September sollten sie wieder in Betrieb sein. Das ist entweder ein riesiger Ingenieursakt - oder verfrühter Optimismus. Die Frage ist, ob es dem Test standhält, oder ob wir in einigen Monaten verschobene Termine sehen, wie es bei mazedonischen Infrastrukturprojekten üblich ist.
Der historische Bahnhof Skopje wird ebenfalls saniert. Britisch finanzierte Hochgeschwindigkeitsbahn. Die Architekturfakultät arbeitet an einem Entwurf, der den brutalistischen Charakter bewahrt. All das klingt auf dem Papier gut. Die Frage sind die realen Termine. Wie viele sind überzeugt, dass der Stadtzug im September startet? Wie viele glauben, dass er bis zum Jahresende startet? Die mazedonische Infrastrukturgeschichte ist ein Buch mit aufgeschobenen Kapiteln.
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