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SMART-Lizenzen in zehn Sekunden: Digitalisierung auf dem Papier oder wirklich weniger Schlangen am Schalter

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SMART-Lizenzen in zehn Sekunden: Digitalisierung auf dem Papier oder wirklich weniger Schlangen am Schalter

In einem Land, in dem die Prüfung eines einzigen Dokuments oft eine Schlange am Schalter und einen halben Tag verlorene Zeit bedeutet, klingt jede Digitalisierungsankündigung verlockend. Das Ministerium für digitale Transformation hat ein neues System für SMART-Lizenzen vorgestellt, mit dem Versprechen, dass die Gültigkeit einer Lizenz in zehn Sekunden überprüft werden kann.

Laut Minister Stefan Andonovski umfasst das System einen elektronischen Antrag, ein elektronisches Register, eine QR-Prüfung, Transparenz und eine nachvollziehbare Spur. Es ist für die Lizenzierung von Stellen gedacht, die öffentliche Funktionen ausüben, und deckt in der ersten Phase Pilotlizenzen für qualifizierte Anbieter von Vertrauensdiensten ab. Kurz gesagt - statt Papier und Stempel ein System, das jeder online prüfen kann.

In derselben Präsentation ging es auch um die Initiative „Roaming wie zu Hause", die die Kommunikation für die Bürger erleichtern soll. Beide Ankündigungen weisen in dieselbe Richtung: weniger Bürokratie, mehr digitale Dienste.

Die Idee ist gut, und es ist schwer, dagegen zu sein. Doch Mazedonien hat reichlich Erfahrung mit digitalen Systemen, die mit Fanfaren angekündigt und dann halb leer, langsam oder ungenutzt gelassen wurden. „Zehn Sekunden" ist die versprochene Zeit; der wahre Test wird sein, ob das System für den gewöhnlichen Bürger wirklich funktioniert, oder nur in einer Präsentation gut aussieht. Digitalisierung misst sich nicht an der Pressemitteilung, sondern daran, wie viele Schlangen am Schalter tatsächlich verschwunden sind.